In Simbabwe ist der Kommandant der Luftwaffe und enge Mitstreiter von Präsident Robert Mugabe angeschossen worden. Perence Shiri habe einen Streifschuss am Arm erlitten und werde derzeit in einem Spital in Harare behandelt, teilten offizielle Stellen am Dienstag mit. Der Vorfall soll sich demnach bereits am Samstag zugetragen haben.

Während die Führung von einem Mordversuch durch oppositionelle Kräfte sprach, beschuldigte die Opposition das Regime, lediglich einen Vorwand zu suchen, um in dem völlig herabgewirtschafteten und zuletzt auch noch von einer Cholera-Epidemie heimgesuchten Land das Kriegsrecht auszurufen. Die Seuche forderte bereits 1000 Todesopfer.

Mugabe sah sich deshalb zuletzt immer häufiger mit Rücktrittsaufforderungen konfrontiert, auch international. Eine Machtteilung mit der Opposition nach deren Wahlsieg im März verweigerte er trotz entsprechender Vereinbarungen bisher beharrlich. Dass er diese nun gar für den "Terroranschlag" auf Marschall Shiri verantwortlich machte, interpretierte die Oppositionspartei MDC als Auftakt zu neuen Repressionen, die das Regime offenbar plane.