Nach der Explosion in Bangkok mussten zahlreiche Verwundete versorgt werden. - © EPA
Nach der Explosion in Bangkok mussten zahlreiche Verwundete versorgt werden. - © EPA

Der Anschlag mit einer Handgranate, die auf den Haupteingang des Gebäude geworfen wurde, forderte ein Todesopfer und 23 Verletzte unter den Anhängern der Partei PAD. Die Oppositionellen halten seit August den Regierungssitz besetzt, um gegen Ministerpräsident Somchai Wongsawa zu protestieren. Die PAD und andere Gruppen bezeichnen Wongsawa als Stellvertreter des vor zwei Jahren gestürzten Thaksin Shinawatra. Gewicht bekommt diese Aussage durch die Tatsache, dass Wongsawa ein Thaksins ist.

PAD-Führer Sondhi Limthongkul warf der "mörderischen" Regierung vor, hinter dem Anschlag zu stecken, was diese umgehend zurückwies. Dementis von paramilitärischen Gruppen, die der Regierung nahestehen, folgten kurz darauf. Beobachter wie Panitan Wattanayagorn sehen zur Zeit keine Möglichkeit, die Urheber des Attentats zu eruieren: "Viele Leute - Unterstützer wie Gegner der Regierung - tragen Waffen."

Am Sonntag will die Opposition mit einer Großdemonstration in Bangkok weiteren Druck auf die Regierung ausüben, die von einem stillgelegten Flughafen aus agiert. Sondhi Limthongkul will mit seinen Anhängern "zum Parlament marschieren und der Marionettenregierung ein Ende bereiten".

Die Gewerkschaften haben für Freitag ein Treffen angesetzt, bei dem die weitere Vorgehensweise nach dem Anschlag und mögliche Streiks diskutiert werden sollen.

Der gestürzte und wegen Amtsmissbrauch verurteilte Thaksin will von seinem Exil in Großbritannien aus am 13. Dezember mit einer Demonstration seiner Anhänger antworten.

(APA, Reuters)