Nach 29 Jahren an der Macht ist Kameruns Präsident Paul Biya für eine sechste Amtszeit wiedergewählt worden. Der 78-Jährige kam bei dem Wahlgang am 9. Oktober auf knapp 78 Prozent der Stimmen, wie der Oberste Gerichtshof des Landes am Freitag mitteilte. Der stärkste Kandidat der Opposition, John Fru Ndi, erzielte lediglich 10,7 Prozent der Stimmen.

Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 66 Prozent und ist damit seit den Wahlen 2004 deutlich zurückgegangen, als knapp 83 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben.

Die Opposition hatte bereits im Vorhinein angekündigt, sie werde das Wahlergebnis nicht anerkennen. Sie wirft der Staatsführung vor, das Wahlrecht zu Biyas Vorteil geändert zu haben und rief die Menschen zu "massiven Demonstrationen" auf. Berichten der Lokalpresse zufolge erließen die Behörden Demonstrationsverbote für die Wirtschaftsmetropole Duala.