Der Streit um die Inselgruppe im Ostchinesischen Meer spitzt sich weiter zu. - © APAweb / AP, Kyodo News
Der Streit um die Inselgruppe im Ostchinesischen Meer spitzt sich weiter zu. - © APAweb / AP, Kyodo News

Tokio. Der Streit zwischen Japan und China um eine unbewohnte Inselgruppe im Ostchinesischen Meer ist in die nächste Runde gegangen. Wie die japanische Küstenwache mitteilte, drangen am Dienstagmittag (Ortszeit) vier chinesische Aufklärungsschiffe in Hoheitsgewässer der Inselgruppe vor. Sie seien von der Küstenwache aufgefordert worden, das Gebiet umgehend wieder zu verlassen.

Die in Japan Senkaku und in China Diaoyu genannte Inselgruppe liegt etwa 200 Kilometer vor der Küste Taiwans und rund 400 Kilometer von der japanischen Insel Okinawa entfernt. Vier der fünf Inseln waren bisher in japanischem Privatbesitz, eine gehört der Stadt Tokio. Die japanische Regierung kaufte kürzlich drei der Inseln - was den seit langem schwelenden Konflikt verschärfte. Der Archipel liegt strategisch günstig, und es werden größere Erdöl- und Erdgasvorkommen auf dem Meeresgrund vermutet. Neben China beansprucht auch Taiwan die Inseln für sich.