Ägypten wird seit rund einer Woche von einer neuen Welle der Gewalt erschüttert. Bei Protesten gegen die Regierung gab es immer wieder blutige Ausschreitungen. - © APAweb/Khalil Hamra, File/AP/dapd
Ägypten wird seit rund einer Woche von einer neuen Welle der Gewalt erschüttert. Bei Protesten gegen die Regierung gab es immer wieder blutige Ausschreitungen. - © APAweb/Khalil Hamra, File/AP/dapd

Kairo. Nach den Ausschreitungen in Kairo hat sich die Lage am Samstag zunächst wieder beruhigt. Vor dem Präsidentenpalast war ein massives Polizeiaufgebot zu sehen, Demonstranten waren nicht mehr dort, wie ein AFP-Journalist berichtete. Zwar waren die Hauptstraßen wieder für den Verkehr geöffnet, in angrenzenden Straßen waren aber noch die Spuren der Zusammenstöße zu sehen. Überall lagen Steine, in der Luft hing der Geruch von Tränengas, an den Palastmauern waren Parolen gegen Präsident Mohammed Mursi zu sehen. Auch auf dem Tahrir-Platz kehrte am Samstag Ruhe ein.

  Die Demonstranten waren am Freitag einem Aufruf der Opposition zu Protesten gegen Mursi gefolgt. Den Präsidentenpalast bewarfen sie mit Steinen, Molotowcocktails und Feuerwerkskörpern. Die Polizei reagierte mit Tränengas und schoss in die Luft, um die Demonstranten auseinanderzutreiben. Ein Mensch wurde getötet, dutzende weitere verletzt.

  Ägypten wird seit rund einer Woche von einer neuen Welle der Gewalt erschüttert. Bei Protesten gegen die Regierung gab es immer wieder blutige Ausschreitungen. Mehr als 50 Menschen wurden getötet.