In den vergangenen Jahrzehnten konzentrierte sich China auf ein Wachstumsmodell, das vor allem auf den Export setzt. In dieser Zeit häufte das Land gewaltige Devisenreserven an. Künftig soll jedoch der private Konsum eine wichtigere Rolle erhalten, vor allem von der zunehmenden Urbanisierung verspricht sich die Führung in Peking entscheidende Impulse.

Ob die Importwirtschaft aufholen kann, hängt aber im wesentlich davon ab, ob der Yuan sich zu einer konvertiblen, also weniger stark staatlich kontrollierten Währung entwickelt. Der aus Sicht vieler Experten unterbewertete Yuan stützt nämlich derzeit zwar die Exporte, die Kaufkraft der Chinesen bleibt aber auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

Beim derzeit in Peking abgehaltenen Nationalen Volkskongress unterstrich Notenbank-Vize-Direktoe Yi Gang am Mittwoch die Entschlossenheit Chinas, die Währung weiter für den Handel zu öffnen. Der Wechselkurs werde ausgewogener, flexibel und im Grundsatz stabil sein, sagte Yi. Noch in der ersten Jahreshälfte könnten ihm zufolge die letzten Hürden für eine grenzüberschreitenden Währungs-Handelszone in der Sonderwirtschaftszone Qianhai fallen, die erst im Juni 2012 mit einem Investitionsvolumen von 45 Milliarden Dollar aus der Taufe gehoben wurden.

Experten zufolge wird es allerdings noch dauern, bis der Yuan allein von den Finanzmärkten bestimmt wird. Die bisherige Wechselkurspolitik wird vor allem von den USA massiv kritisiert. Washington wirft Peking vor, sich dadurch Vorteile im Wettbewerb zu verschaffen.

Eine Frage des Wechselkurses