Bamako/Paris. Die Al-Kaida in Nordafrika hat einen französischen Bericht über den Tod ihres Anführers zurückgewiesen. Dies gab am Samstag die US-Organisation Site bekannt, die sich auf die Beobachtung von Islamisten-Foren im Internet spezialisiert hat. Die Al-Kaida-Gruppe AQIM habe zwar ihren Chef Abdelhamid Abou Zeid nicht beim Namen genannt, hieß es. Ihre am Freitag veröffentlichte Botschaft beziehe sich jedoch wohl auf eine französische Erklärung vom 23. März, der zufolge Abou Zeid "mit Sicherheit" im Februar getötet worden sei. Dies sei ein "eklatanter Trugschluss", teilten die Islamisten mit. Er sei von Präsident Francois Hollande wegen seiner schlechten Umfragewerte in die Welt gesetzt worden.

Islamisten hatten etwa die Hälfte von Mali unter ihre Kontrolle gebracht, bis sie mithilfe französischer Soldaten in die nördlichen Berge zurückgedrängt wurden. Hollande hatte Abou Zeids Tod nach einer Offensive "sicher bestätigt".