Ethnisch motivierte Gewalt Morde und Massaker fanden laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW)  im Südsudan statt. Rassistische Angriffe auf Zivilisten wurden laut den Beobachtern von beiden Seiten des Konfliktes verübt. Human Rights Watch forderte eine internationale Untersuchung.

Für alle direkt Verantwortlichen müssten die Vereinten Nationen Reiseverbote verhängen und ihre Auslandsguthaben beschlagnahmen, forderte die Organisation.

"Abscheuliche Verbrechen sind an Zivilisten verübt worden - ausschließlich aus ethnischen Gründen", erklärte der Afrika-Direktor von HRW, Daniel  Bekele. Beide Konfliktparteien müssten dafür sorgen, dass Zivilisten geschont würden, Hilfsorganisationen einschreiten könnten und Verbrechen von unabhängiger Seite untersucht würden.

Bisher befragte HRW nach eigenen Angaben mehr als 200 Opfer und Zeugen von Verbrechen, die in der Hauptstadt Juba und in Bor begangen wurden, der Hauptstadt des Teilstaates Jonglei. Viele der begangenen Verbrechen seien "schwere Verstöße gegen internationales humanitäres Recht und könnten Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen", hieß es in der Erklärung.

Im Zentrum des Konflikts steht ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir von der Volksgruppe der Dinka und seinem früheren Stellvertreter Riek Machar von der Volksgruppe der Nuer.