Dramatische Rettung. Die Rettung des verletzten deutschen Forschers aus der bayrischen Riesending-Schachthöhle könnte bis Donnerstag oder Freitag abgeschlossen sein. Das sagte Stefan Schneider von der Bergwacht in Berchtesgaden. Seit Freitagabend transportiert ein 15-köpfiges italienisches Höhlenretterteam den durch einen Steinschlag in 1000 Meter Tiefe am Kopf verletzten 52-Jährigen auf einer Trage durch die unwegsame Höhle in Richtung Ausgang. Auch Experten aus Österreich sind an dem einzigartigen Einsatz beteiligt.

Angriff auf Taliban. Pakistanische Kampfflugzeuge haben im Zuge einer Großoffensive gegen radikale Islamisten eine Bombenfabrik im Norden des Landes zerstört. Nach Militärangaben starben dabei mindestens 25 Extremisten. Die Luftwaffe bombardiert seit Sonntag Taliban-Stellungen in der Region. Anlass der Aktion ist ein Angriff auf den Flughafen von Karachi, bei dem vor einer Woche 38 Menschen getötet wurden. Die schwer zugängliche Region Nordwaziristan grenzt an Afghanistan und dient den Taliban als Rückzugsort.

Streit umJuncker. Die italienische Regierung hat nach Angaben von Europa-Staatssekretär Sandro Gozi noch nicht entschieden, wen sie als kommenden EU-Kommissionspräsidenten möchte. "Wer immer Präsident der Kommission werden will - auch Juncker -, muss sich zu politischen Prioritäten von Jobs, Wachstum, Energie und Grundrechten bekennen", so Gozi. Er glaube, dass eine Einigung auf dem EU-Gipfel am 26. und 27. Juni in Brüssel möglich sein werde. Im Zentrum der Beratung stünden aber keine Namen, sondern politische Ziele.

Fed-Entscheidung. Nach teilweise ernüchternden US-Wirtschaftsdaten entscheidet die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) heute über ihren künftigen geldpolitischen Kurs. An den Finanzmärkten weltweit wurde gerätselt, ob die Fed trotz des Konjunktureinbruchs im ersten Quartal daran festhält, ihre milliardenschweren Anleihekäufe zur Stützung der Wirtschaft weiter zu reduzieren. Außerdem erhoffen sich Analysten neue Hinweise darauf, wie lange die Federal Reserve weiter an ihrer Nullzinspolitik festhält.

Boko Haram. Das nigerianische Militär hat mehr als 460 Menschen wegen mutmaßlicher Verbindungen zur Islamistengruppe Boko Haram in Gewahrsam genommen. Ein Armeesprecher erklärte am Dienstag, die 462 Verdächtigen, darunter acht Frauen, seien am Montag im südlichen Bundesstaat Abia gefasst worden. Sie seien in 36 Bussen aus nördlichen Bundesstaaten nach Port Harcourt im Süden des Landes unterwegs gewesen. Boko Haram kämpft im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias für einen islamistischen Staat.