Die IS-Terroristen halten nach Angaben von Menschenrechtlern mindestens 4000 Gefangene in Syrien in ihrer Gewalt. Darunter seien auch "einige Dutzend Ausländer", sagte ein Sprecher der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Rund 20 Gefangene seien Amerikaner und Europäer.

Die Übergriffe auf Jesiden im Nordirak durch Kämpfer der Miliz Islamischer Staat gehören nach Angaben des Kinderhilfswerks UNICEF zu den schwersten dieses Jahrhunderts. Der Organisation lägen allein in der nordirakischen Provinz Ninawa 80 belegte Fälle vor, sagte der UNICEF-Vertreter im Irak, Marzio Babille.

Augenzeugen, die aus der Sinjar-Region geflohen sind, sprachen einer UNICEF-Mitteilung vom Mittwoch zufolge von Tötungen, sexuellem Missbrauch von Frauen und Kindern und Verschleppungen. Das Vorgehen sei nach jeglichen Regeln der Kriegsführung unannehmbar.

Nach dem Vormarsch der Terrorgruppe waren dort Hunderttausende Menschen geflohen, die meisten von ihnen Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden.