Riad/Beirut. Saudi-Arabien hat laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) seit Anfang August mindestens 19 Menschen hinrichten lassen. Sieben von ihnen seien wegen Drogenschmuggels und einer wegen "Hexerei" zum Tode verurteilt worden, teilte Human Rights Watch am Donnerstag in Beirut mit.

Jede Hinrichtung sei entsetzlich, sagte die zuständige HRW-Direktorin Sarah Leah Whitson. Die Todesstrafe für gewaltlose Vergehen sei jedoch besonders ungeheuerlich. Dafür gebe es keine Rechtfertigung, betonte HRW.

In dem streng islamisch-konservativen Königreich ist für zahlreiche Straftaten die Todesstrafe vorgesehen, darunter für Mord, Vergewaltigung, Drogenhandel und "Hexerei". HRW beziffert die Zahl der Hinrichtungen in diesem Jahr auf 34. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International wurden in Saudi-Arabien 2013 mindestens 79 Todesurteile vollstreckt.