Washington. Jason Carter, Enkel des früheren US-Präsidenten Jimmy Carter, scheitert bei der Gouverneurswahl im US-Staat Georgia. Der 39-jährige Demokrat verfehlte am Dienstag bei den Wahlen in seinem Heimatstaat deutlich eine Mehrheit. Laut CNN und Fox lag Amtsinhaber Nathan Deal nach Auszählung von drei Vierteln der Stimmen mit 56 Prozent vor Carter, der auf 41 Prozent kam. Deal ist Republikaner.

Der Demokrat Jimmy Carter war von 1971 bis 1975 Gouverneur, bevor er 1976 zum US-Präsidenten gewählt wurde. Georgia wurde mehr als 130 Jahre durchgängig von Demokraten regiert, erst seit 2003 gibt es republikanische Gouverneure.

Trost für Demokraten
Bei den Gouverneurswahlen in den USA haben die Demokraten mit einem Machtwechsel im Staat Pennsylvania einen wichtigen Sieg errungen. Dafür gewannen die Republikaner den Heimatstaat des früheren US-Präsidenten, Arkansas.

Herausforderer Tom Wolf (65) hatte in Pennsylvania am Dienstagabend (Ortszeit) nach Auszählung von drei Vierteln der Stimmen einen Vorsprung von 55 zu 45 Prozent gegenüber Amtsinhaber Tom Corbett. Dafür kam der Gouverneur von Arkansas, Mike Ross, nach Wertung von zwei Dritteln der Stimmen nur auf 43, Herausforderer Asa Hutchinson auf 54 Prozent.

Pennsylvania ist aus Sicht von Experten wichtiger als Arkansas, weil der Staat eine stärkere Wirtschaft und mit 12,7 Millionen mehr als viermal so viele Einwohner - und damit Wähler - hat. Halten konnten die Demokraten die wichtigen Bundesstaaten New York mit Andrew Cuomo und Kalifornien mit Jerry Brown. Die Republikaner waren hingegen wie erwartet in Texas erfolgreich, wo Greg Abbott seinen nicht wieder antretenden Parteifreund Rick Perry ablöst. Perrys Vorgänger war George W. Bush, der 2000 zum Präsidenten gewählt worden war. Auch Florida konnten die Republikaner halten - allerdings mit hauchdünnem Vorsprung: Gouverneur Rick Scott bekam 48, sein Herausforderer, der einstige Republikaner Charlie Crist, 47 Prozent.

Kein Marihuana in Florida

In Florida sprachen sich die Wähler bei einer gleichzeitig mit der Kongresswahl abgehaltenen Abstimmung gegen die Legalisierung von Marihuana als Medizin aus. Nach Hochrechnungen verfehlte das Referendum knapp die notwendige Mehrheit von 60 Prozent der Stimmen, wie die Sender CNN und WFTV berichteten. In 23 US-Bundesstaaten sowie der Hauptstadt Washington D.C. ist Kiffen für medizinische Zwecke zugelassen.