Lassen ihn die jüngsten Aussagen seines Bürgermeisters Hoffnung schöpfen? "Park Son-woon ist sich zwar der Problematik durchaus bewusst, dennoch ist ihm die Gleichberechtigung von Homosexuellen kein wirkliches Anliegen. Seiner Ansicht nach müsse der Impuls zuerst von Menschenrechtsorganisationen kommen und nicht von Politikern."

Das Prinzip Hoffnung


Nur wenige Stunden, nachdem koreanische Medien Parks Aussagen aufgegriffen haben, wurde die Homepage der Stadtregierung von Hasspostings überflutet. Kirchenorganisationen riefen ihre Mitgliedern gar zu Protestbriefen auf. Offenbar mit Wirkung: Über einen Pressesprecher ließ Park ausrichten, dass er zwar prinzipiell für die Rechte von Schwulen und Lesben stehe, jedoch im Interview falsch zitiert worden sei. Er habe lediglich die aktuelle Debatte in seinem Heimatland beschreiben wollen, nicht jedoch bekundet, die Gesetzeslage ändern zu wollen.

Heezy Yang lässt sich davon nicht weiter beirren, mittlerweile scheint der 24-Jährige seinen Platz in der Gesellschaft gefunden zu haben. Dieser fußt trotz allem auf einem wackligen Fundament. "Natürlich habe ich manchmal Angst davor, meinen Job irgendwann zu verlieren", sagt er: "Hoffentlich kann ich irgendwann eine Arbeit finden, bei der ich meine Sexualität nicht verbergen muss."