Antalya. US-Außenminister John Kerry hat Russland zum Handeln aufgefordert, um die Ukraine-Krise zu beenden. Es sei ein "entscheidender Moment" für Russland und die Separatisten in der Ostukraine, um die Forderungen des Minsker Friedensabkommens zu erfüllen, sagte Kerry beim Treffen der NATO-Außenminister am Mittwoch im türkischen Antalya.

Er nannte dabei insbesondere den sicheren Zugang zu dem Konfliktgebiet für Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

"Taten bedeuten mehr als Worte"

Auch NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg forderte Russland zum Handeln auf. Russland sei für die Lage in der Ostukraine verantwortlich, sagte Stoltenberg. Es sei nun dringend notwendig, dass das Minsker Abkommen vollkommen umgesetzt werde. "Taten bedeuten mehr als Worte", sagte Stoltenberg.

Kerry hatte am Dienstag seinen russischen Kollegen Sergej Lawrow und Russlands Präsident Wladimir Putin in der Schwarzmeerstadt Sotschi getroffen. Danach hatte er die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen in Aussicht gestellt, wenn es zu einer vollständigen Einhaltung der Waffenruhe in der Ostukraine komme. Stoltenberg sagte dazu, die Position der NATO in der Ukraine-Frage sei "unverändert". Die Allianz habe ihre Zusammenarbeit mit Moskau ausgesetzt und unterstütze wirtschaftliche Sanktionen. Kerry befinde sich mit seinen Äußerungen "sehr im Einklang mit dieser Herangehensweise".