Beim Einsatz der von Saudi-Arabien geführten Koalition gegen Houthi-Rebellen sind am Freitag im Jemen 45 Soldaten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ums Leben gekommen. Das berichtete die staatliche emiratische Nachrichtenagentur WAM. Die Soldaten sind demnach bei einem Raketenangriff auf ihren Stützpunkt im Osten des Jemens getötet worden.

Der emiratische Vize-Außenminister Anwar Gargash erklärte über Twitter, eine Rakete und eine Explosion in einem Munitionslager hätten die "Märtyrer" getroffen. Ein Houthi-Anführer sagte der Deutschen Presse-Agentur, Anhänger der Rebellen hätten eine Rakete auf einen Militärstützpunkt in der Stadt Safir östlich der Hauptstadt Sanaa abgeschossen. Dabei seien Dutzende Gegner getötet oder verletzt worden. Die von den Houthis kontrollierte Nachrichtenagentur Sana meldete, auch Hubschrauber und Panzer seien zerstört worden. Waffendepots gingen demnach in Flammen auf.

Die Emirate gehören zu einer Koalition, die seit März die schiitischen Rebellen und deren Verbündete regelmäßig aus der Luft angreifen. Das Bündnis unterstützt damit Jemens Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi, der nach Saudi-Arabien geflohen ist. Die ursprünglich aus dem Norden des Jemen stammenden Rebellen haben weite Teile des bittarmen Landes überrannt. Seit Monaten herrscht ein blutiger Bürgerkrieg.

Die Koalition und ihre jemenitischen Verbündeten haben in Safir in der Provinz Mareb nach Angaben des Nachrichtensenders Al-Arabiya Tausende Soldaten und Hunderte schwere Fahrzeuge zusammengezogen. Auch die Emirate haben Dutzende Soldaten in die Region entsandt.