Damaskus. In Syrien laufen offenbar Verhandlungen über eine Freilassung von 271 Geiseln der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Darunter sei auch der im Mai von IS-Kommandos entführte syrische Geistliche Jacques Mourad, teilte der vatikanische Pressedienst "Fides" laut Kathpress mit.

Mourad sowie die im August südlich von Homs entführten Christen und Muslime befänden sich in der Region von Quaryatayn, rund 120 Kilometer nordöstlich von Damaskus. Örtliche Kirchenvertreter verhandelten derzeit über Mittelsmänner über deren Freilassung. Ihre Lage sei derzeit "stabil und sicher", so "Fides".

Anlass zur Hoffnung

Der Pressedienst "Zenit" berichtete indes von einem Video, das den entführten Mourad zeige und Anlass zur Hoffnung biete. Ausgestrahlt wurde das Video vom christlichen libanesischen Fernsehsender "Noursat TV". Auch wenn der Beitrag keine Rückschlüsse über das Aufnahmedatum zulasse, so seien sogleich Gerüchte einer unmittelbar bevorstehenden Freilassung des Geistlichen aufgekommen.

Neben dem Video sei laut "Zenit" außerdem ein Brief Mourads an seine Klostergemeinschaft aufgetaucht, in dem er seine Mitbrüder dazu aufrufe, das Kloster Mar Musa zu verlassen, da die Lage in der Region sich für alle Christen weiter verschärfe. Ob der Brief tatsächlich von Mourad stamme, könne jedoch nicht mit Gewissheit gesagt werden, so "Zenit".