Wien. (schmoe) Am 17. Dezember 2010, also genau vor fünf Jahren, zündete sich in der tunesischen Stadt Sidi Bouzid der Gemüseverkäufer Mohamed Bouazizi an. Das war der Moment, der den sogenannten Arabischen Frühling auslöste - die Aufstände gegen Jahrzehnte herrschende, brutale, korrupte Diktatoren. Bouazizi verbrannte sich aus Protest gegen die Willkür des Staates, gegen die Demütigungen der Behörden. In der Folge wurde der autokratische tunesische Machthaber Ben Ali ins Exil vertrieben.

Es kam zu Aufständen und Umstürzen in Ägypten, in Libyen, in Syrien und im Jemen. Ziel war es, selbstherrliche Diktatoren loszuwerden und Demokratie und Meinungsfreiheit zu etablieren. Aus heutiger Sicht sind diese Versuche - bis auf Tunesien - fehlgeschlagen. In Syrien etwa tobt seit vier Jahren ein blutiger Bürgerkrieg, Folge ist unter anderem der Aufstieg des IS.