Des Moines. Der Sieger ist – ein erzkonservativer Senator aus Texas. Die mit Spannung erwartete erste Vorwahl im Bundesstaat Iowa entschied Ted Cruz bei den Republikanern für sich. Er lag nach übereinstimmenden Angaben aller großer Sender vom Dienstag uneinholbar vorn.

Und damit blieb dem großen Favoriten Donald Trump nur Platz zwei. Für den Immobilienmogul aus New York ist das eine schmerzliche Niederlage. Auf einem sehr starken dritten Platz landete bei den Republikanern Marco Rubio, der Senator aus Florida, knapp hinter Trump.

Geteilte Stimmen im Lager der Demokraten

Bei den Demokraten war das Rennen lange offen. Hillary Clintons Vorsprung vor Senator Bernie Sanders schmolz nach 85 Prozent der ausgezählten Bezirke auf weniger als einen Prozentpunkt zusammen. Und nach 94 Prozent Auszählungsgrad lag Clinton nur noch 0,2 Prozentpunkte vor ihrem Herausforderer. Am Ende dann, als 99 Prozent der gemeldeten Stimmen aus den 1.681 Caucus-Wahllokalen ausgezählt waren, lag Clinton bei 49,9 Prozent. Sanders kam dicht dahinter auf 49,6 Prozent. 

Mit dem noch am Abend angekündigten Ausstieg des demokratischen Ex-Gouverneurs Martin O'Malley bei den Demokraten wird deren Rennen zu einem Zweikampf der früheren Außenministerin und dem Senator aus Vermont. O'Malley war von Beginn an ohne Chance.

Der republikanische Bewerber Mike Huckabee steigt ebenfalls aus dem Rennen aus, wie er auf Twitter mitteilte.

Trump: "Zweiter Platz ehrt mich sehr"

Für Trump ist das Rennen freilich noch nicht vorbei. Er will nun alle Kräfte auf die nächsten Vorwahlen in New Hampshire und South Carolina richten. "Wir werden uns diese Nominierung für die Präsidentschaft holen", rief er seinen Anhängern in Des Moines zu. "Und wir werden Hillary oder Bernie Sanders oder wen auch immer sie da aufstellen, locker schlagen", sagte Trump in der Nacht zum Dienstag.

Auch der republikanische Senator Marco Rubio rechnet sich nach seinem dritten Platz in Iowa noch Chancen aus. "Wenn ich Kandidat werde, werden wir die Partei und die ganze konservative Bewegung einen", sagte er seinen Anhängern. Rubio, der vielen in der republikanischen Partei als Kompromisskandidat gilt, war von den Meinungsforschern ein schlechtes Ergebnis in Iowa vorausgesagt worden.


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