Wien. Muslime, die sich in islamischen Ländern taufen lassen, begeben sich bei strenger Auslegung der Scharia in Lebensgefahr. Auch sonst sind Christen in weiten Teilen der islamischen Welt Bürger zweiter Klasse, bedroht von Justizwillkür und aufgestachelten Mobs, sagt Elmar Kuhn. Laut dem Generalsekretär von CSI (Christian Solidarity International) Österreich werden weltweit rund 100 Millionen Christen wegen ihres Glaubens verfolgt. Demnach wird alle fünf Minuten ein Christ ermordet. Auf diese dramatischen Zahlen macht CSI mit einem Gedenkgottesdienst im Wiener Stephansdom am 13. März um 12 Uhr aufmerksam, in dem besonders für die verfolgten und ermordeten Christen gebetet werden soll (Info: www.csi.or.at).

Gegenwärtig spiele sich die zahlen- und flächenmäßig umfangreichste Christenverfolgung der Geschichte ab, betont Kuhn. Keine Religion werde global so verfolgt wie das Christentum - doch im säkularisierten Europa sei dies kaum ein Thema. "Eigentlich müssten sechs Millionen Österreicher lauf aufschreien, wenn Christen um des Glaubens willen vertrieben und ermordet werden", meint Kuhn. "Muslime stehen auf, wenn Muslime diskriminiert werden. Und Christen?"