Palmyra. Die syrische Regierung will die teilweise zerstörte Unesco-Weltkulturerbestätte Palmyra nach ihrer Befreiung von der Terrormiliz IS rekonstruieren. "Wir werden die zerstörten Tempel in einer Weise wieder aufbauen, die ihre historische Identität bewahrt", zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Sana am Sonntag den Leiter der syrischen Museums- und Altertumsbehörde, Mamoun Abdul-Karim.

Für die Rekonstruktion sollen demnach originale Felsblöcke sowie neue aus den Steinbrüchen der Umgebung benutzt werden. Der IS hatte die Stadt im Mai 2015 von der syrischen Armee eingenommen. Seitdem sprengten die Dschihadisten den rund 2000 Jahre alten Baal-Tempel, den Baal-Shamin-Tempel sowie mehrere einzigartige Turmgräber, den Triumphbogen und einen Teil der berühmten Säulenstraße.

Unesco berat am 4. April über Besuch

Die Unesco plant sobald wie möglich eine Kommission zur Sichtung der Kriegsschäden in der historischen Oasenstadt entsenden. Die Organisation der Vereinten Nationen werde am 4. April über einen Besuch beraten, sagte die russische Unesco-Vertreterin Eleonora Mitrofanowa am Sonntag in Moskau.

Zu den Plänen der Wiedererrichtung zerstörter Denkmälen sagte Mitrofanowa im Rundfunk: "Erst brauchen wir einen völligen Überblick. Die Terroristen haben den berühmten Triumphbogen sowie antike Tempel und Statuen zerschlagen und einen Teil der Anlage vermint".