Washington. (apa/reu) Der designierte US-Präsident Donald Trump hat sich nach Angaben aus seinem Team für den ehemaligen Marineinfanterie-Kommandanten Ryan Zinke als neuen Innenminister entschieden. Der 55-jährige Republikaner werde als Chef des Ressorts nominiert, sagte ein hochrangiger Vertreter des Teams am Dienstag. Zinke sitzt derzeit für den Bundesstaat Montana im US-Repräsentantenhaus. Dort hatte er sich für die Lockerung von Umweltauflagen starkgemacht. Das Innenministerium hat die Kontrolle über rund ein Fünftel der gesamten öffentlichen Flächen der USA.

Trump will auf Staatsgebiet verstärkt Ölbohrungen und Bergbau erlauben. Zinke hatte sich zwar im Wahlkampf bereits früh hinter Trump gestellt, seine Nominierung kam aber dennoch überraschend. Einige Republikaner wollten Zinke 2018 gegen den demokratischen Senator von Montana, Jon Tester, ins Rennen schicken.

Kurz zuvor hatte sich Trump bei der Zusammenstellung seines Kabinetts bereits über Bedenken in den eigenen Reihen hinweggesetzt und den Chef des weltgrößten Energiekonzerns ExxonMobil, Rex Tillerson, als seinen Außenminister benannt. Zum Energieminister will Trump seinen Rivalen des Vorwahlkampfs, Rick Perry, machen. Anders als Zinke steht Perry noch nicht sehr lange hinter dem gewählten Präsidenten. Nun begrüßte er in einer Mitteilung, dass Trump ihn an die Spitze des Energieministeriums stellen will. Der ehemalige Gouverneur des Öl-Staates Texas hatte sich 2012 sogar für die Abschaffung des Ministeriums ausgesprochen, das er nun leiten soll.

Trump pries Perrys Errungenschaften als Gouverneur von Texas. Er werde in der Regierung daran mitwirken, die USA unabhängig von der Energie anderer Länder zu machen, erklärte der Milliardär.