Moskau/Damaskus. Vor den Syrien-Gesprächen in Genf hat der russische Außenminister Sergej Lawrow eine Beteiligung der Kurden an künftigen Verhandlungen verlangt. An der Suche nach einer Lösung des Konflikts müsste die gesamte syrische Opposition beteiligt werden, sagte er am Mittwoch in Moskau. "Ohne die Kurden geht das natürlich nicht."

In der Schweiz kommen am Donnerstag unter UNO-Vermittlung Vertreter der syrischen Führung und Opposition zusammen. Geplant sind Gespräche über eine Übergangsregierung, eine neue Verfassung und freie Wahlen. Zuletzt hatte Russland zusammen mit der Türkei und dem Iran zwei vorbereitende Treffen der Konfliktparteien in Kasachstan vermittelt.

Russland stützt die syrische Regierung militärisch. Verteidigungsminister Sergej Schoigu bezeichnete den Einsatz der Streitkräfte nach Angaben der Agentur Interfax als Erfolg. "Ein Auseinanderbrechen des syrischen Staates wurde verhindert, der Bürgerkrieg wurde nahezu gestoppt", sagte er im Parlament in Moskau.

Russland und die Türkei hatten Ende Dezember eine Waffenruhe in Syrien vermittelt. Diese ist aber brüchig. Moskau wird vorgeworfen, dass nicht nur Terroristen, sondern auch moderate Rebellen Ziel russischer Luftangriffe in Syrien sind. Russland weist dies zurück.