Zu Hilfe kam Kim die NGO Humane Society International. Sie bietet Hundezüchtern Zahlungen von umgerechnet mehreren Tausend Euro an, wenn diese sich vertraglich verpflichten, ihre Betriebe aufzugeben. "Wir versuchen, sehr sensibel mit dem Thema umzugehen", betont Kitty Block, die Leiterin der NGO. "Aber wir unterscheiden klar zwischen kultureller Tradition und Tierquälerei."

Neues Zuhause in den USA


Die US-Amerikanerin ist mit einem achtköpfigen Team nach Korea geflogen, um den Zuchtbetrieb von Herrn Kim zu schließen. In den nächsten Wochen werden die Tierschützer die 170 Tiere in Boxen verladen und über den Flughafen Incheon nach Amerika und Großbritannien fliegen, wo bereits neue Besitzer auf die Hunde warten. Hier in Korea hätten sie keine Chance auf Adoption, sagt Block.

Es ist die mittlerweile elfte Schließung einer südkoreanischen Hundefarm für die NGO, die von privaten Spendern finanziert wird. Gut 200.000 Dollar kosten die Aktionen. "Natürlich ist das nicht die Lösung des Problems", sagt die Tierschützerin. Ziel sei es vor allem, Medienaufmerksamkeit zu generieren und das Thema in die Öffentlichkeit zu rücken. Züchter Kim weiß noch nicht, wie er künftig seinen Lebensunterhalt bestreiten wird. Dennoch trauert er seiner Hundefarm nicht nach: "Lange hätte ich das ohnehin nicht mehr machen können, es rentiert sich schlicht nicht mehr. Hundezucht ist ein aussterbendes Geschäft", sagt er. Auch seine Kinder hätten noch nie in ihrem Leben Hundefleisch probiert.