Aden/Sanaa. Bei zwei Selbstmordanschlägen in der jemenitischen Hafenstadt Aden sind nach Angaben von Augenzeugen und Medizinern dutzende Menschen getötet oder verletzt worden. Die Angriffe am Samstag hätten sich einer Einrichtung gegolten, die von Anti-Terror-Einheiten genutzt werde, sagten die Augenzeugen. Die Täter hätten mit Sprengstoff beladene Fahrzeuge zur Explosion gebracht.

Der "Islamische Staat" (IS) reklamierte die Tat für sich. Zwei Märtyrer der Extremisten hätten die Anschläge verübt, berichtete die Agentur AMAQ, die das Sprachrohr des IS ist.

Es war der erste schwere Anschlag im Jemen seit im Jänner Kämpfe zwischen Separatisten und Regierungstruppen um die Kontrolle der im Südjemen gelegenen Hafenstadt ausgebrochen sind.