Damaskus/Den Haag. Experten der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) wollen am Samstag mit der Untersuchung des mutmaßlichen Giftgasangriffes im Osten der syrischen Hauptstadt Damaskus beginnen. Sie sollen herausfinden, ob am vergangenen Samstag in der damals noch von Rebellen kontrollierten Stadt Douma in der Region Ost-Ghouta Chemiewaffen eingesetzt wurden.

Ihr Auftrag lautet jedoch nicht, die Verantwortlichen zu ermitteln. Die Experten hatten sich am Donnerstag auf den Weg nach Syrien gemacht. Ihren Bericht sollen die Ermittler binnen 30 Tagen dem Exekutivrat der OPCW übergeben. Eine gemeinsame Ermittlungskommission der OPCW und der UNO hatte Syriens Regierung in der Vergangenheit für mehrere Angriffe mit Giftgas verantwortlich gemacht. Russland verhinderte mit einem Veto, dass das Mandat der Kommission verlängert wurde.

Bei dem Angriff auf Douma waren vor einer Woche Aktivisten zufolge Dutzende Menschen getötet und mehrere Hundert verletzt worden. Die USA machen die syrische Regierung verantwortlich und drohen mit einem Militärschlag; Russland spricht von einer Inszenierung und weist den Vorwurf ebenso zurück wie Syrien.