Istanbul/Bagdad. Die türkische Luftwaffe hat erneut Stellungen der verbotenen Untergrundorganisation Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Nordirak bombardiert. 14 Ziele - darunter Verstecke und Munitionslager - seien in der Region Kandil zerstört worden, teilten die türkischen Streitkräfte am Sonntag mit. In den nordirakischen Kandil-Bergen hat die PKK ihr Hauptquartier.

Vor den Wahlen in der Türkei am 24. Juni hat die Regierung angekündigt, verstärkt gegen die PKK in den Kandil-Bergen und im nordirakischen Sinjar-Gebirge vorzugehen. Nach Angaben der türkischen Regierung rücken Truppen in Richtung Kandil-Berge vor.

PKK und türkische Regierung bekämpfen sich seit Jahrzehnten. Dabei kamen bisher mindestes 40.000 Menschen ums Leben. Im Juli 2015 war der Konflikt nach einem mehr als zwei Jahre anhaltenden Waffenstillstand wieder neu entflammt. Seitdem geht die Türkei im Südosten des Landes wieder militärisch gegen die PKK vor und bombardiert Stellungen der Organisation im nordirakischen Rückzugsgebiet. Die PKK wiederum verübt immer wieder Anschläge, vor allem auf Sicherheitskräfte.