Singapur. (apa/afp/dpa) Das Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un findet auf einer Insel statt: auf der Insel Sentosa im Süden von Singapur. Wörtlich übersetzt heißt dies Ruhe oder Frieden, was zu den Zielen des Gipfels ganz gut passt.

Allerdings heißt die Insel erst seit 1972 so. Früher nannten sie die Einheimischen anders: Pulau Belakang Mati, die Insel des Todes. Oder auch: die Insel, wo der Tod von hinten kommt. Möglicherweise hatte dies seinen Grund darin, dass früher hier Piraten hausten.

Während des Zweiten Weltkriegs, unter japanischer Besatzung, war dort ein Lager für Kriegsgefangene. Am Strand fanden mehrfach Massenhinrichtungen statt.

Heute ist Sentosa die Vergnügungsinsel von Singapur. Durch die Aufschüttung von Land ist sie auf mehr als fünf Quadratkilometer angewachsen. Pro Jahr kommen Millionen Besucher, um sich dort zu amüsieren. Auf Sentosa gibt es einen Vergnügungspark mit Achterbahn, 4D-Kino und sogar einigen Dinosaurier-Modellen. Die Insel bietet auch ein großes Waldgebiet, Golfplätze und mehrere lange Strände.

Der Gipfel findet im Fünf-Sterne-Hotel "Capella" statt, einem ehemaligen Kolonialgebäude mit 112 Übernachtungsmöglichkeiten zu Preisen von 400 Euro aufwärts. Der Umbau wurde vom britischen Stararchitekten Norman Foster gemacht, der auch für die Kuppel des Berliner Reichstags verantwortlich zeichnet.