US-Sicherheitsgarantien für Nordkorea

Bei ihrem Gipfel hatten Trump und Kim eine Normalisierung der Beziehungen und eine "Denuklearisierung" der koreanischen Halbinsel vereinbart. Kim willigte bei dem Treffen in die "vollständige Denuklearisierung" der koreanischen Halbinsel ein. In einem zum Abschluss des Treffens von beiden Staatenlenkern unterzeichneten Dokument sagte Trump im Gegenzug "Sicherheitsgarantien" für Nordkorea zu.

Die Vereinbarungen in dem Gipfeldokument blieben allerdings vage. Laut dem Dokument bekräftigte Kim seine "entschlossene und unerschütterliche Verpflichtung" zur "kompletten Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel". Was aber darunter genau zu verstehen sein soll, blieb offen.

Russland bietet Hilfe an

Trump kündigte für kommende Woche Gespräche über die Details der Entnuklearisierung Nordkoreas an. Dabei arbeiteten die USA auch mit Südkorea, Japan und China zusammen.

Russland bot seine Hilfe bei der atomaren Abrüstung Nordkoreas an. Das Treffen zwischen Trump und Nordkoreas Machthaber sei positiv gewesen, aber "der Teufel steckt im Detail", erklärte das russische Außenministerium nach Berichten russischer Nachrichtenagenturen.

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe bezeichnete die Vereinbarung zwischen Trump und Kim als ersten Schritt hin zu einem umfassenden Abkommen und einer Entnuklearisierung Nordkoreas.

Kim: "Großer Wandel"

Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un hatte sich mit den Ergebnissen bei der gemeinsamen Unterzeichnungszeremonie ebenfalls zufrieden gezeigt. "Wir haben beschlossen, die Vergangenheit hinter uns zu lassen", sagte er. "Die Welt wird einen großen Wandel erleben." Das Treffen in Singapur war der erste Gipfel in der Geschichte beider Staaten.

Bis vor wenigen Monaten tauschten Kim und Trump noch heftige Beschimpfungen aus, bis hin zur Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen. Nach der Unterzeichnung in Singapur sagte Trump über Kim: "Ich habe gelernt, dass er ein sehr talentierter Mann ist, und ich habe außerdem gelernt, dass er sein Land sehr liebt."

Schon nach dem Mittagessen sagte Trump: "Es ist besser gelaufen, als irgendjemand hätte erwarten können, Spitzenklasse." Die persönliche Begegnung im Luxushotel "Capella" auf der Insel Sentosa sollte ein Neuanfang in dem bisher angespannten und teils offen feindlichen Verhältnis werden. Nach einem ersten Handschlag mit Trump hatte Kim gesagt: "Alte Praktiken und Vorurteile haben gegen uns gearbeitet. Aber wir haben sie alle überwunden. Und jetzt sind wir hier."