Wien. Das sagte der iranische Präsident Hassan Rouhani am Mittwoch bei einem Besuch in Wien. "Soweit es möglich ist für den Iran, werden wir dabei bleiben, aber unter der Voraussetzung, dass wir auch profitieren können", sagte Rouhani bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen.

Der Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen verstößt nach den Worten des iranischen Präsidenten gegen internationale Regelungen und Beschlüsse der Vereinten Nationen. "Ein Land könne nicht alleine für alle Länder entscheiden", sagte Rouhani. Niemand, auch nicht die USA, würde von der Entscheidung, aus dem Atomabkommen auszusteigen, profitieren. Die USA haben die 2015 geschlossene Vereinbarung mit dem Iran im Mai einseitig aufgekündigt und angekündigt, neue Sanktionen verhängen zu wollen. Die anderen Unterzeichnerstaaten halten dagegen am Abkommen fest.

Rouhani sollte am Nachmittag noch den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz treffen. Darüber hinaus ist eine Begegnung mit dem Chef der in Wien angesiedelten Atomenergiebehörde (IAEA), Yukiya Amano, geplant, wie die Nachrichtenagentur Reuters aus iranischen Regierungskreisen erfahren hat.