Es ist also noch ein weiter Weg, "die koreanische Halbinsel zu einem Gebiet des Friedens ohne Atomwaffen" zu machen - wie das Kim und Moon am Mittwoch als Ziel ausgegeben haben. Doch es gibt Bewegung - auch auf der symbolischen Ebene. So wollen sich die beiden Koreas gemeinsam für die Olympischen Sommerspiele 2032 bewerben. Und es soll auch bald den nächsten Gipfel geben - Kim will als erster nordkoreanischer Staatschef nach Seoul reisen. Auch das wären historische Bilder.

Die wichtigsten Vereinbarungen

Atomkomplex: Kim bietet die Demontage seiner wichtigsten Atomeinrichtung Yongbyon an. Er erwartet dafür aber "entsprechende Maßnahmen" der USA.
Raketenanlage: Die nordkoreanische Raketentestanlage in Sohae an der Westküste will Nordkorea weiter abbauen. Dafür möchte Kim internationale Inspekteure ins Land lassen.

Gipfel: - Kim will "bald" nach Seoul zu einem weiteren Gipfel mit Moon reisen. Es wäre der erste Besuch eines nordkoreanischen Machthabers in der südkoreanischen Hauptstadt.

Entspannung: Die Streitkräfte beider Seiten richten Puffer- und Flugverbotszonen nahe der Grenze und im Gelben Meer ein, um militärische Zwischenfälle zu vermeiden. Auch Schießübungen und Manöver nahe der streng bewachten Demarkationslinie, die jeweils auf den anderen Nachbarn zielen, sollen ausgesetzt werden.

Olympia: Beide Koreas wollen an einer gemeinsamen Bewerbung für die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2032 arbeiten.

Kooperation: Moon hofft, dass die gestoppten Kooperationsprojekte für Touristen am Berg Kumgang und in der Industriezone Kaesong wieder aufgenommen werden. Dafür müssten aber Sanktionen gelockert werden.

Grenzverkehr: Beide Seiten wollen an der Grenze Straßen und Eisenbahnstrecke bauen oder reparieren. Es zielt auf eventuellen Grenzverkehr in der Zukunft.