UN-Diplomatie: Bundespräsident Alexander Van der Bellen, UNO-Generalsekretär Antonio Guterres und Bundeskanzler Sebastian Kurz (v.l.). - © APAweb, Roland Schlager
UN-Diplomatie: Bundespräsident Alexander Van der Bellen, UNO-Generalsekretär Antonio Guterres und Bundeskanzler Sebastian Kurz (v.l.). - © APAweb, Roland Schlager

New York. Die Gelegenheit zu einem internationalen Meinungsaustausch jenseits von Protokollen und diplomatischem Zeremoniell ist es, was Politiker an der UNO-Generalversammlung schätzen. Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen nützte seine Teilnahme in New York heuer erneut für zahlreiche bilaterale Gespräche. Am Montagabend hatte er ein Tête-à-tête mit seinem amerikanischen Amtskollegen Donald Trump. Die Begegnung war kurz, für eine klare Botschaft reichte sie aber doch: Van der Bellen unterstrich seine Überzeugung, "dass die großen Probleme der Welt wie Klimaschutz und Erhaltung des Weltfriedens nur gemeinsam, multilateral lösbar sind". Am Dienstag folgte eine ausführliche Unterredung mit UNO-Generalsekretär Antonio Guterres, an der auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) teilnahmen. Der frühere portugiesische Premier und Van der Bellen teilten dabei ihre Ansicht, dass der Klimawandel eine der wichtigsten globalen Herausforderungen der Gegenwart darstellt.

Am Rande der 73. UNO-
Vollversammlung werden Van der Bellen und Kneissl noch mit König Abdullah II. von Jordanien zusammentreffen, um die Lage im Nahen Osten und die jüngsten Entwicklungen im Syrien-Krieg zu erörtern. Die Außenministerin hat außerdem noch einen Termin mit der UNO-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet. Diese hatte vor knapp zwei Wochen eine Überprüfung der österreichischen Flüchtlingspolitik angekündigt.

Um einen Dialog mit afrikanischen Staatschefs bemühte sich indes Kanzler Kurz. Gemeinsam mit dem Bundespräsidenten sprach er im UN-Hauptquartier unter anderem mit Ruandas Staatschef Paul Kagame, der zurzeit auch Vorsitzender der Afrikanischen Union (AU) ist. Das Treffen dient nicht zuletzt der Abstimmung für den gemeinsamen EU-Afrika-Gipfel, der mittlerweile für 18. Dezember in Wien terminisiert ist.