Lyon/Peking. Nach Angaben von Interpol vom Sonntag ist Meng Hongwei, gegen den in China wegen mutmaßlicher Gesetzesverstöße ermittelt wird,als Chef der internationalen Polizeiorganisation zurückgetreten. Das Generalsekretariat von Interpol in Lyon in Frankreich habe eine entsprechende Mitteilung erhalten, hieß es in einer Erklärung. Der Rücktritt erfolge mit sofortiger Wirkung.

Nach tagelangem Rätselraten hatte China zuvor einen Anhaltspunkt für den Verbleib des verschwundenen Interpol-Chefs Meng geliefert. Die chinesische Behörde für Korruptionsbekämpfung teilte am Montag (Ortszeit) mit, sie habe Ermittlungen gegen Meng wegen des "Verdachts auf Gesetzesverstöße" aufgenommen. Zuvor hatte die in Frankreich ansässige internationale Polizeibehörde Interpol von China eine Erklärung für das Verschwinden ihres Chefs gefordert.

Peking: Verschwundener Interpol-Chef war korrupt

Nun hat China hat Hongwei der Korruption bezichtigt. Der Chinese Meng habe "Bestechungsgelder angenommen" und werde verdächtigt, "gegen das Gesetz verstoßen" zu haben, erklärte das Sicherheitsministerium in Peking am Montag.