Dina Powell zusammen mit Trumps ehemaligem Berater Steve Bannon im Mai 2017 in Washington. - © APAweb, afp, Olivier Douliery
Dina Powell zusammen mit Trumps ehemaligem Berater Steve Bannon im Mai 2017 in Washington. - © APAweb, afp, Olivier Douliery

Washington. Die Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, legt ihr Amt zum Jahresende nieder. Präsident Donald Trump gab am Dienstag in Washington bekannt, dass Haley "eine Auszeit nehmen" wolle, sie habe ihn bereits vor einem halben Jahr über diesen Wunsch informiert. Trump lobte Haley für ihre "fantastische Arbeit" als UN-Botschafterin.

Haley ging vor Journalisten nicht im Detail auf die Gründe für ihren Rücktritt ein. Sie betonte aber, dass sie nicht die Absicht habe, sich um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner für die Wahl im Jahr 2020 zu bewerben. Es sei "wichtig zu wissen, wann die Zeit zu gehen gekommen" sei, sagte sie ohne nähere Erläuterung.

Ehemalige Sicherheitsberaterin könnte nachfolgen

Trump sagte, er ziehe die Goldman Sachs-Managerin und frühere Beraterin für das Weiße Haus, Dina Powell, als Nachfolgerin in Erwägung. Spekulationen, wonach Trumps Tochter Ivanka UN-Botschafterin werden sollte, dementierte er.

Powell war in Trumps erstem Jahr als Präsident Deputy National Security Adviser for Strategy. Sie war ebenfalls eine hohe Beamtin im US-Außenministerium unter George W. Bush.

Wenig außenpolitische Erfahrung

Die frühere Gouverneurin von South Carolina ist in ihrer Partei populär. Seit Jänner 2017 war sie UN-Botschafterin - ein wichtiges Amt, das in den USA Kabinettsrang hat. Als Tochter indischer Einwanderer ist die 1972 geborene Haley eine Ausnahmeerscheinung bei den Republikanern, deren Spitzenpersonal hauptsächlich aus europäischstämmigen Weißen besteht.

Für den Botschafter-Posten in New York brachte Haley wenig außenpolitische Erfahrung mit. Sie profilierte sich aber schnell als wortgewaltige Fürsprecherin einer harten Linie in der US-Außenpolitik - gegenüber dem Iran, aber auch gegenüber Nordkorea, mit dem Präsident Trump derzeit die Annäherung sucht.