• vom 20.09.2017, 10:09 Uhr

Weltchronik

Update: 20.09.2017, 11:19 Uhr

Hurrikan

"Maria" steuert mit voller Wucht auf Puerto Rico




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA, Reuters

  • Die Regierung hat 500 Schutzräume errichten lassen, Sturm erreicht Spitzen bis zu 270 km/h.

"Wir haben in unserer jüngsten Geschichte nichts von vergleichbarer Größenordnung erlebt", warnte Puerto Ricos Gouverneur Ricardo Rossello. - © APA, Reuters, Ricardo Rojas

"Wir haben in unserer jüngsten Geschichte nichts von vergleichbarer Größenordnung erlebt", warnte Puerto Ricos Gouverneur Ricardo Rossello. © APA, Reuters, Ricardo Rojas

Die Zugbahn von Hurrikan "Irma" durch die Karibik und die Prognose für Hurrikan "Maria", der Kurs auf Puerto Rico hält.

Die Zugbahn von Hurrikan "Irma" durch die Karibik und die Prognose für Hurrikan "Maria", der Kurs auf Puerto Rico hält.© APA Die Zugbahn von Hurrikan "Irma" durch die Karibik und die Prognose für Hurrikan "Maria", der Kurs auf Puerto Rico hält.© APA

San Juan. Hurrikan "Maria" wird voraussichtlich mit voller Wucht am Mittwoch auf die Südost-Küste von Puerto Rico treffen. Die Experten vom US-Hurrikanzentrum NHC rechneten nicht damit, dass sich der Wirbelsturm der höchsten Kategorie 5 abschwächt, bevor er das US-Gebiet erreicht. Nördlich von Puerto Rico und der Dominikanischen Republik könnte der Hurrikan dann allmählich nachlassen. "Maria" zog in der Nacht an der Karibik-Insel St. Croix vorbei und bewegt sich mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 270 Kilometern pro Stunde auf Puerto Rico zu.

Auf den Jungferninseln und Puerto Rico, die beide zum Territorium der USA gehören, appellierten die Behörden an die Bewohner, sich auf den Sturm vorzubereiten. "Wir haben in unserer jüngsten Geschichte nichts von vergleichbarer Größenordnung erlebt", warnte Puerto Ricos Gouverneur Ricardo Rossello. Er forderte die Menschen auf, sich in Schutzräumen in Sicherheit zu bringen: "Es ist Zeit zu handeln und nach einem sicheren Platz zu suchen." Die Regierung habe 500 Schutzräume errichten lassen. Das Hurrikanzentrum warnte vor starken Regenfällen, die Überschwemmungen und Schlammlawinen auslösen könnten.

80.000 Haushalte ohne Strom

In der Nacht wurde im Zug des Sturms auf der zu Frankreich gehörenden Insel Guadeloupe ein Mensch durch einen umgestürzten Baum getötet. Zwei Bewohner gelten als vermisst. Die Windböen rissen die Dächer von einigen Häusern. Umgestürzte Bäume blockierten Straßen, wie die Verwaltung vor Ort via Twitter mitteilte. Etwa 80.000 Haushalte waren ohne Strom und die Küstengebiete im Süden überschwemmt. Zuvor hatte "Maria" schwere Zerstörungen auf der Karibikinsel Dominica angerichtet.

Die Region, in der mehrere Millionen Menschen leben, kämpft immer noch mit den Auswirkungen von Hurrikan "Irma", der kürzlich die Karibik und den US-Bundesstaat Florida heimgesucht hatte. Durch "Irma" waren mehr als 80 Menschen ums Leben gekommen.




Schlagwörter

Hurrikan, Puerto Rico

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2017-09-20 10:10:27
Letzte Änderung am 2017-09-20 11:19:06



Werbung




Werbung