• vom 14.11.2017, 08:35 Uhr

Weltchronik

Update: 14.11.2017, 08:45 Uhr

Erdbeben im Iran

Rohani sagt für Kurdengebiete raschen Wiederaufbau zu




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA, dpa

  • Staatlicher Trauertag im Iran - Präsident in Krisenregion angekommen.

Wohnhäuser stehen vor allem im Fokus des Wiederaufbaus. - © APAweb/Reuters, Tasnim News Agency

Wohnhäuser stehen vor allem im Fokus des Wiederaufbaus. © APAweb/Reuters, Tasnim News Agency

Teheran/Bagdad. Irans Präsident Hassan Rohani hat den Menschen in der Kermanschah-Provinz einen raschen Wiederaufbau nach dem schweren Erdbeben zugesagt. "Heute stehen alle Iraner hinter Kermanschah, und wir werden alles tun, damit die Menschen hier diese Tragödie schneller vergessen können", sagte er nach seiner Ankunft im Katastrophengebiet.

Die Regierung in Teheran werde alles tun, damit die vom Beben betroffenen Städte rasch wieder aufgebaut werden können. "Unser Fokus sind Wohnkomplexe, da müssen wir den Menschen bei dem Aufbau besonders zur Seite stehen", sagte Rohani, der sich an Ort und Stelle ein Bild von der Lage machen wollte.

Laut jüngsten offiziellen Angaben kamen nach dem Erdstoß der Stärke 7,3 in der Grenzregion zwischen dem Iran und dem Irak 423 Menschen ums Leben. Außerdem wurden mehr als 7.000 Verletzte gezählt. Der Mittelpunkt des Bebens lag in etwa 34 Kilometern Tiefe in der westiranischen Provinz Kermanschah.

Grenzstädte am schlimmsten getroffen

Die weitaus meisten Todesopfer gab es auf der iranischen Seite der Grenze. Am schlimmsten traf es die beiden Grenzstädte Sare Pole Sahab und Ghassre Schirin. Trotz Kälte verbrachten viele Menschen in der Provinz die Nacht angesichts von mehr als 200 Nachbeben im Freien.

Die Bergungsarbeiten seien in manchen Städten beendet, in anderen gehen sie jedoch weiter, hieß es. Sowohl die Menschen als auch die Behörden in Kermanschah sind offenkundig nicht zufrieden mit der Hilfe aus Teheran, hoffen jedoch, dass sich das nach Rohanis Besuch ändert. Die Regierung hat den Dienstag zum staatlichen Trauertag erklärt.

Laut Außenminister Mohamed Dschawad Sarif will der Iran vorerst auf internationale Hilfe verzichten. "Wir bedanken uns für die internationale Anteilnahme und Hilfsangebote, aber wir haben es vorläufig im Griff", schrieb er am Dienstag auf seiner Twitter-Seite. Er werde seine Kollegen jedoch bei Bedarf in Kenntnis setzen. Neben einigen arabischen Staaten hatte die internationale Gemeinschaft, auch Irans Erzfeinde USA und Israel, dem iranischen Volk ihr Beileid ausgesprochen.





Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-11-14 08:39:23
Letzte Änderung am 2017-11-14 08:45:58



Werbung