• vom 17.05.2018, 16:58 Uhr

Weltchronik


Ebola

Ebola-Virus hat Millionenstadt im Kongo erreicht




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    Kinshasa. Das lebensgefährliche Ebola-Virus breitet sich im Kongo immer mehr aus. Es hat nun gar eine Millionen-Stadt erreicht, was die Gefahr von weiteren Ansteckungen vergrößert.

    Aus der 1,2-Millionen-Einwohner-Stadt Mbandaka im Nordwesten des Landes, direkt am Kongo-Fluss gelegen, sei ein Fall gemeldet worden, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun mit. Die bisher in diesem Ausbruch nachgewiesenen 23 Fälle waren in isolierten, dünn besiedelten Gebieten aufgetreten, wo eine bessere Chance bestand, die Betroffenen abzuschirmen.


    Es ist bereits der neunte bekannte Ausbruch der Viruskrankheit in dem zentralafrikanischen Land seit 1976. Die WHO will in dieser Woche mit einer Impfkampagne in dem Land beginnen. Dafür soll ein experimenteller Impfstoff zum Einsatz kommen. Zudem haben Ärzte ohne Grenzen Isolationszonen und Ebola-Behandlungszentren eingerichtet.

    "Situation besorgniserregend"
    Die bisherigen Ebola-Ausbrüche hätten sich im Kongo immer in abgelegenen Regionen abgespielt, sagt Henry Gray, Notfallkoordinator von Ärzte ohne Grenzen in Mbandaka. "Dadurch hat sich die Epidemie nie weit verbreitet. Das hat sich mit dem aktuellen Fall in Mbandaka nun geändert. Die Situation ist besorgniserregend, da die Krankheit eine urbane Gegend erreicht hat." Es sei daher "extrem wichtig", genau nachzuvollziehen, auf welchem Weg die Krankheit in die Stadt kam.

    Die Eckpfeiler des Einsatzes gegen Ebola sind eine rasche Behandlung und Isolation der Erkrankten, die Identifizierung von Menschen, mit denen sie in Berührung kamen, sowie Aufklärungsarbeit über notwendige Verhaltensänderungen rund um Beerdigungsrituale.

    Ende 2013 hatte eine verheerende Ebola-Epidemie mehrere westafrikanische Staaten heimgesucht. In den folgenden Monaten starben in Guinea, Sierra Leone und Liberia rund 11.300 Menschen an dem Virus. Ebola ist eine Virus-Krankheit. Die Übertragung der Krankheit geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten.




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    Dokument erstellt am 2018-05-17 17:04:51


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