• vom 09.08.2018, 07:37 Uhr

Weltchronik

Update: 09.08.2018, 11:14 Uhr

Extremismus

Kinder möglicherweise für Schulmassaker trainiert




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Von WZ Online, APA, dpa

  • In New Mexiko wurden elf verwahrloste und hungernde Kinder zwischen ein und 15 Jahren von der Polizei befreit.

Auf diesem Grundstück wurden elf verwahrloste und hungernde Kinder gefunden und von der Polizei befreit.

Auf diesem Grundstück wurden elf verwahrloste und hungernde Kinder gefunden und von der Polizei befreit.© APAweb / AP, Lee Morgan Auf diesem Grundstück wurden elf verwahrloste und hungernde Kinder gefunden und von der Polizei befreit.© APAweb / AP, Lee Morgan

Santa Fe. Die Behörden im US-Staat New Mexico gehen Medienberichten zufolge dem Verdacht nach, dass mutmaßliche muslimische Extremisten Kinder für Schulschießereien ausgebildet haben könnten. Der örtliche Sender KOB4 berichtete am Mittwoch, der Verdacht gehe aus Unterlagen des Gerichts im Bezirk Taos hervor.

Bei einer Razzia auf einem Grundstück nördlich von Taos hatte die Polizei am vergangenen Freitag elf verwahrloste und hungernde Kinder entdeckt, die Pflegefamilien übergeben wurden. Kurz danach fanden Sicherheitskräfte dort zudem die Leiche eines Buben. Fünf Menschen wurden festgenommen.

Bei dem Versteck handelte es sich laut Polizei um einen "kleinen im Boden vergrabenen Wohnwagen, der mit Plastik bedeckt war".

Vorwurf des Kindesmissbrauchs

Taos' Bezirks-Sheriff Jerry Hogrefe hatte anschließend mitgeteilt, die Sicherheitskräfte seien davon ausgegangen, dass die Verdächtigen vermutlich schwer bewaffnet seien und als "Extremisten muslimischen Glaubens" gelten würden. Bei den Festgenommenen habe es sich um zwei bewaffnete Männer und drei Frauen gehandelt. Die Frauen seien womöglich die Mütter der Kinder. Die elf verwahrlosten Kinder seien im Alter zwischen 1 und 15 Jahren gewesen.

Den Beschuldigten wird Kindesmissbrauch vorgeworfen. KOB4 berichtete vom Gericht in Taos, dass die Staatsanwaltschaft die Aussage einer Pflegefamilie vorgebracht habe, wonach das in Obhut genommene Kind von den Verdächtigen "im Gebrauch eines Sturmgewehrs zur Vorbereitung von zukünftigen Schulschießereien" ausgebildet worden sei.

Hogrefe beschrieb die furchtbaren Umstände, unter denen die Kinder hausen mussten. "Die einzigen Lebensmittel, die wir sahen, waren ein paar Kartoffeln und eine Kiste mit Reis in einem dreckigen Wohnwagen", sagte der Sheriff. "Aber am überraschendsten und herzzerreißendsten war, als das Team insgesamt fünf Erwachsene und elf Kinder fand, die aussahen wie Flüchtlinge aus einem Dritte-Welt-Land, nicht nur ohne Essen oder Trinkwasser, sondern auch ohne Schuhe, persönliche Hygiene und im Prinzip mit dreckigen Lumpen als Kleidung."

Kinderleiche gefunden

Auf dem Grundstück hat die Polizei die Leiche eines vermissten Vierjährigen gefunden. "Wir haben die Überreste an Abduls viertem Geburtstag gefunden", sagte der Sheriff des Landkreises Taos in New Mexico, Jerry Hogrefe.

Die Suche nach Abdul hatte bereits im vergangenen Jahr begonnen. Der Einsatz, der am Freitag zur Befreiung der elf Kinder führte, war Teil der monatelangen Suche nach dem entführten Buben aus dem Bundesstaat Georgia gewesen. Unter den beiden Festgenommenen war der Vater Abduls. Der gesuchte Bub war nicht unter den befreiten Kindern. Die Suche wurde daraufhin fortgesetzt, bis die Beamten schließlich auf die sterblichen Überreste stießen.

Dutzende Beamte waren an dem Einsatz am Freitag in New Mexico beteiligt. Vorausgegangen waren ein Durchsuchungsbefehl des örtlichen Sheriffs für das Versteck in der ländlichen Gemeinde Amalia, wo der Vater von Abdul vermutet wurde, sowie ein Notruf, der offenbar aus dem Versteck kam.

Der gefundene Vierjährige war Ende vergangenen Jahres von seiner Mutter in Georgia als vermisst gemeldet worden. Der Mann hatte seinen Sohn laut Polizei damals mit in den Park genommen und war nicht zurückgekommen.





Schlagwörter

Extremismus, Kinder, USA, Schulmassaker

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-08-09 07:39:35
Letzte Änderung am 2018-08-09 11:14:45


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