• vom 31.08.2018, 15:57 Uhr

Weltchronik

Update: 31.08.2018, 16:45 Uhr

USA

Gericht: Zunächst keine Jagd auf Grizzlybären




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Von Gerald Jatzek

  • Eine einstweilige Verfügung verhindert den Abschuss der Bären.

Bärin mit zwei Jungen im Yellowstone-Park.

Bärin mit zwei Jungen im Yellowstone-Park.© Jim Peaco - PD Bärin mit zwei Jungen im Yellowstone-Park.© Jim Peaco - PD

Ein US-Richter hat die geplante Jagd auf Grizzlybären in der Nähe des Yellowstone-Nationalparks zunächst verhindert. Bezirksrichter Dana Christensen (67) erließ am Donnerstag eine einstweilige Verfügung, mit der die Jagd 14 Tage lang verboten wird. Die Jäger, die zum ersten Mal seit 40 Jahren auf die Bären schießen wollten, müssen sich zumindest gedulden.

Bis zu 23 Bären sollten in der Region zum Abschuss freigegeben werden. Melissa Thomasma, Chefin der Organisation Wyoming Wildlife Advocates nannte die Entscheidung einen Riesenerfolg. Tierschützer protestierten gegen die Jagd, seit die Wyoming Game and Fish Commission am 23. Mai entschieden hat, dass etwa 700 Grizzlybären nicht mehr als gefährdet gelten. Richter Christensen aus Montana erklärte hingegen in seinem Urteil, "wenn ein Exemplar einer gefährdeten Art einmal verletzt wurde, wird der Schutz dieser Spezies umso schwieriger".

Das Thema steht im Mittelpunkt des Interesses in den Anrainerstaaten. Etwa 650.000 Stellungnahmen sind bei der Regierung von Wyoming eingetroffen, wo 96 Prozent des Nationalparks liegen. Die überwiegende Zahl nahm gegen den Abschuss Stellung.

Auch über die ökonomischen Auswirkungen wird gestritten. Befürworter verweisen darauf dass jeder Jäger aus Wyoming 600 Dollar, jeder von außerhalb des Staates 6000 Dollar für die Jagdlizenz zahlen muss. Das Gegenargument lautet, dass die Wirtschaft mit dem Bären-Tourismus jährlich eine Milliarde Umsatz macht. Die Population der Bären ist laut den Tierschützern in den vergangenen Jahren von hohen Todesraten geprägt. Grund sei der Rückgang vonNahrungsquellen aufgrund des Klimawandel.

Yellowstone

Der Nationalpark liegt in den Rocky Mountains umfasst ein Gebiet von 8987 km². 96 Prozent liegen in Wyoming, 3 Prozent in Montana, und ein Prozent im Westen liegt in Idaho. Er ist ein Rückzugsgebiet für gefährdete Tierarten wie Bisons, Gabelböcke, Grizzlybären und Wölfe.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-08-31 16:07:25
Letzte Änderung am 2018-08-31 16:45:01


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