• vom 12.09.2018, 22:31 Uhr

Weltchronik


Seuche

Ebola im Kongo - WHO sieht weiter großes Risiko




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Von WZ-Korrespondentin Simone Schlindwein


    Kinshasa. Ein Monat nach dem erneuten Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo gibt es etwas Zuversicht. Die Gesundheitsbehörde des großen Landes im Herzen Afrikas sowie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigen sich optimistisch: "dass die Kontrollmaßnahmen funktionieren". Insgesamt sind in diesem Monat 121 Fälle von Ebola registriert, davon sind 91 durch Labortests bestätigt. Weitere 30 Infizierte wurden nicht getestet, 14 Verdachtsfälle warten noch in Quarantäne auf ihre Diagnosen. 79 Menschen sind bereits an der Krankheit gestorben. Doch immerhin: Seit mehr als zwei Wochen sind Ebola-Teams verschiedener Nichtregierungsorganisationen im Osten des kriegsgebeutelten Landes unterwegs. Sie haben in der Region rund um die Millionenstadt Beni Isolationszentren und Behandlungsstationen errichtet, wo Patienten mit Ebola-typischen Symptomen rasch isoliert, getestet und versorgt werden. Sobald ein Patient sich dort meldet, rückt ein speziell geschultes Ebola-Team aus, um sämtliche Kontaktpersonen der Infizierten aufzusuchen.

    Über 4200 solcher Kontakte wurden registriert und stehen unter Beobachtung. Insgesamt wurden knapp 6000 Menschen im ganzen Land der neue Impfstoff präventiv verabreicht, um einen Ausbruch der Krankheit zu verhindern. Der Impfstoff wurde erstmals beim vergangenen Ebola-Ausbruch im Norden des Kongo im Mai und Juni angewandt - und er scheint zu wirken. Bei vier der in Beni neu infizierten Fälle kann die WHO allerdings nicht rückwirkend herausfinden, wo sich die Personen angesteckt haben. Es gibt also nach wie vor "nicht dokumentierte Ansteckungsketten", so die WHO. Dies ist ein großes Problem und verhindert die Eindämmung des Virus.





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    Dokument erstellt am 2018-09-12 18:09:04


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