• vom 20.09.2018, 17:03 Uhr

Weltchronik


Drogen

Kolumbien bleibt größter Kokain-Produzent




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    Bogota. Kolumbien ist einem UN-Bericht zufolge nach weiterhin der größte Kokain-Produzent der Welt. Die in dem südamerikanischen Land hergestellte Menge der Droge sei 2017 um 31 Prozent auf 1379 Tonnen gestiegen, so das UNO-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (ONUDC) am Mittwoch bei der Vorstellung seines Jahresberichts in Bogota.

    Demnach wurden im vergangenen Jahr etwa 171.000 Hektar Land in Kolumbien illegal mit Koka bepflanzt, eine Steigerung von 17 Prozent im Vergleich zu 2016. Hauptanbaugebiet bleibt die südwestliche Provinz Narino an der Grenze zu Ecuador. Drogenbanden und Gruppen abtrünniger Mitglieder der ehemaligen Farc-Guerilla streiten um die Kontrolle über die Region.


    Die kolumbianischen Sicherheitskräfte intensivieren unterdessen ihren Kampf gegen den Anbau von Koka. Sie setzen auf Spezial-Traktoren und kleine Drohnen. Nach Protesten von Bauern hatte Kolumbien das Besprühen der Koka-Felder mit Pflanzenvernichtungsmitteln vor einigen Jahres ausgesetzt. Neben der Vernichtung der Anbauflächen durch Militär und Polizei setzt die kolumbianische Regierung auch auf Anreize für Bauern, legale Pflanzen statt Koka anzubauen.

    Trump für Todesstrafe
    Zweitgrößter Kokain-Produzent der Welt ist laut dem Bericht Peru mit einer Anbaufläche von 43.900 Hektar, gefolgt von Bolivien mit 24.500 Hektar. Der wichtigste Absatzmarkt für Kokain sind die USA.

    Zuletzt hat New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio mit einer neuen Initiative aufhorchen lassen: Er will in der US-Metropole Fixerstuben einrichten und so die Todesrate senken. Im Jahr 2016 sind etwa 64.000 Menschen in den USA durch eine Drogenüberdosis gestorben.

    US-Präsident Donald Trump setzt hingegen auf repressive Maßnahmen. Er hat den Kampf gegen Drogen zu einem seiner Lieblingsthemen erhoben - "wenn wir die Drogendealer nicht hart anfassen, machen wir etwas falsch", so Trump bei einer Rede in New Hampshire. Großdealer sollen demnach mit dem Tod bestraft werden können.




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    Dokument erstellt am 2018-09-20 17:12:13


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