• vom 02.10.2018, 09:09 Uhr

Weltchronik

Update: 02.10.2018, 10:49 Uhr

Tsunami

Mehr als 1.200 Tote auf Sulawesi




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Von WZ Online, APA, dpa, AFP

  • Zahlreiche weitere Opfer werden unter den Trümmern vermutet.

Das gesamte Ausmaße der Naturkatastrophe in Indonesien ist noch nicht absehbar. - © APAweb / Reuters, Beawiharta

Das gesamte Ausmaße der Naturkatastrophe in Indonesien ist noch nicht absehbar. © APAweb / Reuters, Beawiharta

Palu. Nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe auf der indonesischen Insel Sulawesi ist die Zahl der Toten auf mehr als 1.200 gestiegen. Die Katastrophenschutzbehörde teilte am Dienstag mit, es gebe mindestens 1.234 Todesopfer. Auf Sulawesi hatten am Freitag ein Erdbeben und ein folgender Tsunami verheerende Verwüstungen angerichtet, zuletzt war von mindestens 844 Todesopfern die Rede gewesen.

Die Opferzahl dürfte aber noch weiter steigen: Das Schicksal von tausenden Bewohnern abgelegener Gebiete ist immer noch unklar. Vielerorts fehlt es zudem an schwerem Gerät, um Trümmer wegzuschaffen.

Unter den Trümmern von Häusern und im Schlamm werden noch viele weitere Leichen vermutet. Immer noch gibt es Nachbeben. Wahrscheinlich wird es noch Tage dauern, bis das ganze Ausmaß der Katastrophe klar ist. Der Sprecher der Behörde, Sutopo Nugroho, berichtete von mehr als 800 Verletzten. Mindestens 99 Menschen werden noch vermisst.

Zuletzt waren in den Trümmern einer zerstörten Kirche auf Sulawesi 34 tote Bibelschüler gefunden worden. Sie kamen im Jonooge Church Training Centre im bergigen Bezirk Sigi Biromaru südöstlich der Stadt Palu ums Leben. Die Kirche war nach dem Erdbeben von einer Schlammlawine verschüttet worden. Auch dort könnte die Opferzahl noch steigen, weil nach Angaben des Roten Kreuzes zunächst 86 Bibelschüler als vermisst gemeldet wurden.

Weitere Beben

Am Dienstag wurde der Süden Indonesiens von zwei weiteren Beben erschüttert. Vor der Insel Sumba wurde zunächst ein Beben der Stärke 5,9 gemessen, kurz darauf ein Beben der Stärke 6,0. Berichte über schwere Schäden auf der Insel mit rund 750.000 Bewohnern lagen zunächst nicht vor.

Sumba liegt Hunderte Kilometer südlich von Sulawesi und rund 1.600 Kilometer südlich der Stadt Palu, die von der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe besonders getroffen wurde.

Österreich hilft mit einer Million

Nach dem Tsunami in Indonesien wird Österreich eine Million aus dem Auslandskatastrophenfonds zur Verfügung stellen. "Wer rasch hilft, hilft doppelt. Deshalb wollen wir noch diese Woche einen entsprechenden Beschluss im Ministerrat treffen", kündigte Außenministerin Karin Kneissl an.

Die Hilfsmittel sollen der Internationalen Föderation der Rotkreuzgesellschaften (IFRK) für humanitäre Hilfsaktivitäten in Sulawesi bereitgestellt werden. So soll die betroffene Zivilbevölkerung erstversorgt werden, vor allem mit Nahrungsmitteln, Wasser, Notunterkünften, Schutzeinrichtungen für Kinder sowie mit medizinischen Gütern und Leistungen.





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Dokument erstellt am 2018-10-02 09:10:51
Letzte Änderung am 2018-10-02 10:49:37


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