• vom 17.10.2018, 13:27 Uhr

Weltchronik

Update: 17.10.2018, 23:57 Uhr

Krim

Amoklauf in einer Schule




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Von WZOnline, APA

  • 18 Tote durch die eine Bombe eines Schülers.

Schwerbewaffnete Einheiten riegelten das Gebäude ab. - © apaWeb / Reuters

Schwerbewaffnete Einheiten riegelten das Gebäude ab. © apaWeb / Reuters

Simferopol. Bei der Explosion in einer Berufsschule auf der Halbinsel Krim ist eine Bombe explodiert, die mit Metallteilen gefüllt war. Zuvor hatte ein Attentäter auf die Studierenden gefeuert.

Gingen die russischen Behörden zunächst von einem Terroranschlag s in der Hafenstadt Kertsch aus, so sprachen sie ab dem frühen Abend von einem Amoklauf. Als Urheber nannten sie einen etwa 18-jährigen Schüler. Videoaufnahmen zeigen, wie er mit einem Gewehr in den Händen das Gebäude betritt.

Über sein Motiv ist noch nichts bekannt.

Der von Russland eingesetzte Republikchef der Krim, Sergej Aksjonow, sprach am Nachmittag von 18 Opfern. Insgesamt seien mehr als 50 Menschen verletzt worden. Der Angreifer beging Selbstmord, ehe ihn die Einssatzkräfte ergreifen konnten. Laut den bisherigen Erkenntnissen agierte der Angreifer ohne organisatorischen Hintergrund.

Aksjonow berichtete, dass sämtliche sozialen Einrichtungen der Krim in den Alarmmodus versetzt wurden. er Zugang zu Schulen, Kindergärten und Spitäler können nur nach einer Identifikation und einer Waffenkontrolle betreten werden.

 Die Lage von Kertsch auf der Krim.

 Die Lage von Kertsch auf der Krim.© Urutsegm, Furfur, Martin Kraft - CC  Die Lage von Kertsch auf der Krim.© Urutsegm, Furfur, Martin Kraft - CC

Die erschütterte  Schuldirektorin Olga Grebennikowa  hatte die Schule kurz vor dem Vorfall verlassen. Im Internet kursiert ein Video, das zeigt, wie die Frau sichtlich erschüttert dem Bildungsministerium der Krim telefonisch Bericht erstattet.

Die Krim

Russland hat die ukrainische Halbinsel Krim 2014 annektiert und unterstützt zudem pro-russische Separatisten im Osten des Nachbarstaates. Die EU und die USA haben deswegen Sanktionen gegen Russland verhängt. Die Ukraine betrachtet die Krim weiter als ihr Staatsgebiet. Dementsprechend sprach Präsident Petro Poroschenko den Verletzten und den Familien der Opfer sein Beileid aus.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-10-17 13:27:43
Letzte Änderung am 2018-10-17 23:57:07


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