• vom 16.11.2018, 20:52 Uhr

Weltpolitik


Pjöngjang

Nordkorea testete angeblich Hightech-Waffe




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    Pjöngjang. Nordkorea hat erstmals seit fast einem Jahr wieder eine neue Hightech-Waffe getestet. Das behauptet zumindest das Regime in Pjöngjang. Allerdings verkündete es nicht, um welche Art von Waffe es sich dabei genau gehandelt hat. Auf dem einzigen veröffentlichten Foto von dem Test ist Machthaber Kim Jong-un zwar am Strand mit Militärangehörigen zu sehen, Waffen sind aber nicht zu erkennen. Kim verkündete jedenfalls nach dem Test, dieser habe die rasant wachsenden Verteidigungsfähigkeiten seines Landes unter Beweis gestellt.

    Nordkorea riskiert damit einiges: Denn das Vorgehen des Regimes in Pjöngjang könnte die Beziehungen zu den USA belasten. Im Juni hatten sich Kim und US-Präsident Donald Trump jedoch zu einem historischen Gipfel in Singapur getroffen. Kim sagte dabei eine Denuklearisierung zu, ohne Details zu nennen. Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums sagte nach dem jüngsten Waffentest, die USA blieben zuversichtlich, dass die beim Gipfeltreffen abgegebenen Versprechen eingehalten würden. Die Verhandlungen stockten aber zuletzt. US-Vizepräsident Mike Pence erklärte kürzlich, dass Trump für 2019 ein zweites Treffen mit Kim anstrebe.


    US-Bürger kommt frei
    Zugleich sandte die Führung in Pjöngjang aber Entspannungssignale aus und kündigte an, einen seit Oktober festgehaltenen US-Bürger auszuweisen. Der Mann namens Bruce Byron Lowrance sei illegal von China aus eingereist, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA.

    In Nordkorea werden immer wieder US-Bürger auch für längere Zeit festgehalten. Der Tod des Studenten Otto Warmbier, der zuvor 17 Monate lang in nordkoreanischer Gefangenschaft war, hatte zu starken Spannungen zwischen den USA und Nordkorea geführt, die in Kriegsdrohungen mündeten.




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    Dokument erstellt am 2018-11-16 18:04:21


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