• vom 15.01.2019, 17:55 Uhr

Weltpolitik

Update: 15.01.2019, 19:49 Uhr

Kurdengebiete

USA und Türkei erörterten "Sicherheitszone" in Nordsyrien




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  • Treffen von Erdogan und Putin zu Syrien vermutlich am 23. Jänner.

Erdogan kündigte an, sich höchstwahrscheinlich am 23. Jänner mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen. - © APAweb, afp, Adem Altan

Erdogan kündigte an, sich höchstwahrscheinlich am 23. Jänner mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen. © APAweb, afp, Adem Altan

Ankara/Washington. Die von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagene "Sicherheitszone" in Nordsyrien soll nach den Worten des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan von der Türkei umgesetzt werden. Dies sei bei einem "extrem positiven" Telefonat mit Trump vereinbart worden, sagte Erdogan am Dienstag. Die Schaffung der 30 Kilometer breiten "Sicherheitszone" an der türkischen Grenze sei eine Vereinbarung von "historischer Bedeutung". Das Gebiet würde mehrere Städte, darunter Kobane, Tal Abjad und Qamishli, umfassen und den Rückzug der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) aus einer Region von mehr als 12.000 Quadratkilometern erfordern. Trump hatte am Sonntag eine "Sicherheitszone" von 20 Meilen (rund 30 Kilometer) ins Gespräch gebracht, sich aber weder dazu geäußert, wo diese geschaffen werden, noch wer sie durchsetzen sollte. Danach telefonierte Erdogan mit Trump, wobei sie nach Angaben aus Ankara über eine "vom Terrorismus befreite" Zone sprachen. Aus dem Weißen Haus hieß es, die Sicherheitsbedenken der Türkei würden berücksichtigt.

Wirtschaftsbeziehungen "vertiefen"
Laut US-Außenminister Mike Pompeo soll die geplante "Sicherheitszone" sowohl die Türkei als auch die mit den USA verbündeten YPG schützen, die große Gebiete im Nordosten Syriens kontrollieren. Die Türkei fordert schon seit Jahren die Schaffung einer solchen Zone an ihrer Grenze, doch war sie damit bei Trumps Vorgänger Barack Obama auf Ablehnung gestoßen.


Außerdem hätten Trump und Erdogan vereinbart, die wirtschaftlichen Beziehungen der beiden Länder zu "vertiefen". Empört reagierte jedoch die türkische Regierung auf Trumps zuvor ergangene Drohung, die USA würden "die Türkei wirtschaftlich zerstören, wenn sie die Kurden attackiert".

Erdogan kündigte des Weiteren an, sich höchstwahrscheinlich am 23. Jänner mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen. Russland ist als Verbündeter des syrischen Machthabers Bashar al-Assad von entscheidender Bedeutung bei der Neuordnung Syriens.




Schlagwörter

Kurdengebiete, Syrien, Türkei, USA

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Dokument erstellt am 2019-01-15 18:08:23
Letzte Änderung am 2019-01-15 19:49:00



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