• vom 22.04.2011, 16:26 Uhr

Weltpolitik

Update: 26.04.2011, 14:40 Uhr

Die hundert einflussreichsten Menschen

"Time" ehrt ägyptischen Google-Chef




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  • Wael Ghonim hat laut "Time" Ägypten verändert.
  • Liste der 100 Menschen mit dem größten Einfluss ist erschienen.
  • Washington/Wien. (bau) Wer hat den meisten Einfluss auf die Geschicke der Welt? Diese Frage stellt das "Time"-Magazine jedes Jahr und beantwortet sie auch gleich.

Google-Manager Wael Ghonim auf dem Tahrir-Platz. Foto: epa/el fiqi

Google-Manager Wael Ghonim auf dem Tahrir-Platz. Foto: epa/el fiqi Google-Manager Wael Ghonim auf dem Tahrir-Platz. Foto: epa/el fiqi

Heuer hat das US-Magazin den ägyptischen Google-Chef Wael Ghonim an der Spitze der Liste. Ihm billigt das Magazin eine führende Rolle bei der ägyptischen Revolution zu Jahresbeginn zu: "Wael Ghonim steht für die Jugend, die die Mehrheit der ägyptischen Gesellschaft ausmacht", schrieb der ägyptische Friedensnobelpreis-Träger Mohamed ElBaradei in dem Porträt des Mannes. Ghonim habe verstanden, dass die sozialen Online-Netzwerke wie Facebook das "mächtigste Werkzeug für die Entwicklung von Ideen und die Mobilisierung von Menschen" geworden seien.


Auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel findet sich auf der Liste. Sie leistete "unermüdlichen Einsatz beim Kampf gegen die Finanzkrise in Europa" . Ihr zurückhaltendes Auftreten gepaart mit Deutschlands Suche nach Konsens habe Merkel großen Einfluss auf der ganze Welt beschert.

Ebenso auf der Liste findet sich auch der kontroversielle Wiki-

leaks-Frontmann Julian Assange, der mit seiner Plattform einen Blick hinter die Kulissen der internationalen Diplomatie gewährte. Unabhängig davon, wie sein Prozess wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden ausgeht, konstatierte das Magazin, dass "Geheimnisse künftig nicht mehr geheim sind". Ebenso auf der 100-Liste finden sich Facebook-Chef Mark Zuckerberg und Google-Mitgründer Larry Page.

Verschwundener Künstler

Dem exklusiven Kreis gehören außerdem US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und Großbritanniens Regierungschef David Cameron an. Zu den Auserwählten zählen ebenfalls der Wirtschaftsnobelpreis-Träger Joseph Stiglitz und der Chef der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet. Aus dem kulturellen Bereich kommen der inhaftierte chinesische Künstler Ai Weiwei und Autor Jonathan Franzen. Auch das künftige britische Prinzenpaar William und Kate sowie Teenie-Idol Justin Bieber sind auf der Liste.



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2011-04-22 16:26:53
Letzte Änderung am 2011-04-26 14:40:00

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