• vom 14.08.2006, 15:22 Uhr

Weltpolitik


Kranker Castro empfing Chavez




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Von WZ Online / APA

  • Der erkrankte Präsident Fidel Castro hat seinen venezolanischen Kollegen Hugo Chavez am Krankenbett empfangen. Die Zeitung der Kommunistischen Partei, "Granma", veröffentlichte am Montag auf ihrer Internet-Seite (www.granma.cubaweb.cu) Fotos, auf denen Chavez Castro die Hand schüttelt und zu seinem 80. Geburtstag am Sonntag Geschenke überreicht.

Besuch am Krankenbett: Hugo Chavez (links) mit Fidel Castro.

Besuch am Krankenbett: Hugo Chavez (links) mit Fidel Castro.© AP / Granma Besuch am Krankenbett: Hugo Chavez (links) mit Fidel Castro.© AP / Granma

Andere Bilder zeigen, wie die beiden in roten Hemden gekleideten US-Kritiker diskutieren und sich Notizen machen. Castro ist auf den Fotos stets im Bett liegend zu sehen und macht einen eher erschöpften Eindruck. Auch Fidels' jüngerer Bruder Raul - seit Ende Juli amtierender Präsident - ist auf einigen Bildern zu sehen, die offenbar in einem Krankenhaus aufgenommen wurden.


Die Zeitung machte keine genaueren Angaben zu Fidel Castros Gesundheitszustand. Zu dem Besuch schrieb sie: "Die Bluts- und Gesinnungsbrüder verbrachten einen unvergesslichen Nachmittag, der dem abgehärteten Kommandanten der tausend Schlachten, der nun einen neuen Sieg um das Leben erringt, neue Kraft und neuen Atem einflößte." Castro musste sich Ende Juli der herrschenden kommunistischen Partei zufolge nach inneren Blutungen einer Darmoperation unterziehen. Kuba machte daraufhin nur sehr spärliche Angaben zu seinem Gesundheitszustand, was Spekulationen angeheizt hatte, Castro könne bereits tot sein.

Am Wochenende hatte Kubas Presse dann aber erste angeblich aktuelle Fotos von Castro publiziert. Die Zeitung "Juventud Rebelde" zeigte in ihrer Internetausgabe am Sonntag Bilder, auf denen der Staatschef in einer Rot-Weiß-gestreiften Trainingsjacke mit Adidas-Emblem unter anderem beim Telefonieren zu sehen ist. Zudem fand sich in der Online-Ausgabe des Blattes eine Erklärung Castros, derzufolge es ihm deutlich besser geht. Allerdings könne die Genesung lange dauern. Auf schlechte Nachrichten müssten die Menschen immer gefasst sein, auch wenn sie gleichzeitig optimistisch bleiben sollten.

Der kubanische Staatschef war seit Ende Juli nicht mehr öffentlich aufgetreten. Damals hatte er nach offiziellen Angaben die Amtsgeschäfte wegen seiner Erkrankung vorübergehend an seinen Bruder Raul übertragen.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2006-08-14 15:22:26
Letzte Änderung am 2006-08-14 15:22:00

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