• vom 17.01.2011, 18:52 Uhr

Weltpolitik


"Wikileaks nicht schuld an Revolte"




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  • Laut USA hatten Tunesier schon lange genug von Ben Ali.
  • Washington. Die USA haben Theorien zurückgewiesen, wonach von Wikileaks veröffentlichte US-Geheimdokumente die Unruhen in Tunesien mitverursacht hätten. In den Dokumenten von US-Diplomaten, die auf der Internetseite von Wikileaks zu sehen waren, wird eine wuchernde Korruption in dem nordafrikanischen Land angedeutet.

Ein Sprecher des US-Außenministeriums sagte, die Tunesier seien sich der Freunderlwirtschaft und des verschwenderischen Lebensstils von Ex-Präsident Zine El Abidine Ben Ali und dessen Familie bereits lange vor der Veröffentlichungen der Dokumente bewusst gewesen. Einzig das tunesische Volk sei der Katalysator für die Unruhen gewesen.


US-Außenministerin Hillary Clinton hat in einem Telefonat mit ihrem tunesischen Amtskollegen Kamel Morjane auf eine baldige Wiederherstellung der Ordnung in dem Krisenland gedrängt. Die USA stünden "in einer Zeit eines bedeutenden Übergangs" an der Seite des tunesischen Volkes, betonte Clinton. Die Rückkehr zur Ordnung müsse auf "verantwortliche Weise" geschehen. Zugleich mahnte Clinton Fortschritte in Richtung "glaubhafter demokratischer Wahlen" an.

Auch der türkische Ministerpräsident Recep TayyErdogan hat nun Verständnis für die Proteste in Tunesien gezeigt. Es gehe nicht nur um Probleme wie Arbeitslosigkeit, sondern auch um Defizite bei den Grund- und Freiheitsrechten, sagte Erdogan. Bisher hatte die Türkei sehr zurückhaltend auf die Demonstrationen in Tunesien reagiert.



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Dokument erstellt am 2011-01-17 18:52:20
Letzte Änderung am 2011-01-17 18:52:00


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