• vom 10.05.2013, 18:15 Uhr

Weltpolitik

Update: 10.05.2013, 18:37 Uhr

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"Wir werden gewinnen - Inshallah"




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Von Shams Ul Haq

  • Die pakistanische Außenministerin Hina Rabbani Khar über Wahlen und Terror.



"Wiener Zeitung": Was denken Sie über die Wahlen - können wir davon ausgehen, dass die pakistanische Volkspartei freie Wahlen gewährleisten wird? Wie sehen Sie die Chancen für Ihre Partei?

Information

Hina Rabbani Khar amtiert seit Februar 2011 als Außenministerin Pakistans und ist die erste Frau in dieser Funktion und das jüngste Kabinettsmitglied.


Hina Rabbani Khar: Keine andere Partei kann mehr gewillt sein, freie Wahlen abzuhalten, als die pakistanische Volkspartei. Wir haben in der Vergangenheit am meisten unter unfairen Wahlen gelitten. Wir haben eine große Persönlichkeit verloren - Benazir Bhutto hat ihr Leben für die Demokratie gegeben. Daher möchten wir zweifelsohne freie Wahlen abhalten und haben hierfür auch, entgegen den üblichen Bestrebungen des Regimes in der Vergangenheit, eine Verfassungsänderung verabschiedet, die die Wahlkommission stärkt.

Wird es jemals wirklich freie Wahlen in Pakistan geben?

Unsere Partei und unsere Koalitionspartner haben sich für die Stärkung von Institutionen eingesetzt, was letztendlich auch freie und transparente Wahlen garantiert. Wir sind die einzige Partei in der Geschichte Pakistans, die fünf Jahre im Amt war. Wie Sie wissen, haben die Taliban uns verboten, Wahlkampfveranstaltungen durchzuführen, sie haben bereits Anschläge auf unsere Veranstaltungen ausgeübt. Trotz alledem denke ich, dass wir - Inshallah - dieses Jahr gewinnen werden.

Eines der Probleme in ihrem Land ist Instabilität und Terror.

Pakistan ist selbst der größte Leidtragende der gegenwärtigen Situation. Daher besteht selbstverständlich das Interesse seitens der pakistanischen Regierung und der pakistanischen Bevölkerung, dass die terroristischen Kräfte keine tiefen Wurzeln in der Region schlagen. Die Terrorbekämpfung ist mit großem Leid für unsere Bevölkerung verbunden. Wir beklagen knapp 30.000 Zivilisten und 6000 paramilitärische und militärische Polizeikräfte, die dem Terrorismus zum Opfer gefallen sind.

Wir müssen unsere bisherigen internationalen Kooperationen so weit wie möglich ausbauen und erreichen dadurch eine Bereicherung unserer Fähigkeiten und Kapazitäten im Kampf gegen den Terrorismus.

Es wird gemutmaßt, dass Al-Kaida und die Taliban eine gewisse Unterstützung seitens des Geheimdienstes und der Armee durch indirekte Informationsbeschaffung erfahren, ohne die es um einiges einfacher wäre, im Kampf gegen den Terror zu siegen. Was sagen Sie dazu?

Diese Anschuldigungen haben nichts mit der Realität zu tun. Es ist eine verfälschte Wahrnehmung oder schlicht ein verbreiteter Irrglaube, der für jeden Pakistani unverständlich ist. Wie kann es sein, dass ein Land, das selbst die meisten Opfer durch Terror zählt, dafür beschuldigt wird, insgeheim selbst diese terroristischen Aktivitäten zu unterstützen? Es ist unser höchstes Interesse, alles zu tun, damit die Region und insbesondere Afghanistan von dieser Plage befreit wird. Taten sagen mehr als Worte. Pakistan hat zahlreiche Militäroperationen gegen den Terrorismus in der Grenzregion durchgeführt, die auch relativ erfolgreich verliefen. Um in der Region weiterhin erfolgreich vorzugehen, brauchen wir Unterstützung und Vertrauen vom Rest der Welt.




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Dokument erstellt am 2013-05-10 18:17:04
Letzte Änderung am 2013-05-10 18:37:04


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