• vom 07.04.2014, 20:12 Uhr

Weltpolitik


Russland

Wahlschlappe für Putin-Partei




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  • KP gewinnt Bürgermeisterwahl in Nowosibirsk.

Nowosibirsk. In den (offiziellen) Umfragen ist Wladimir Putin seit der Krim-Annexion so beliebt wie schon lange nicht mehr. Seine Partei Geeintes Russland hat dennoch eine peinliche Wahlschlappe hinnehmen müssen: In Russlands drittgrößter Stadt Nowosibirsk hat am Sonntag die von der gesamten Opposition unterstützte Kommunistische Partei den Bürgermeisterposten erobert.


Nach Angaben der Wahlkommission entfielen auf den KP-Kandidaten Anatoli Lokot fast 44 Prozent der Stimmen. Der seit drei Monaten amtierende Übergangsbürgermeister Wladimir Snatkow, der für die Kremlpartei Geeintes Russland von Präsident Wladimir Putin angetreten war, kam auf knapp 40 Prozent. Nicht einmal jeder dritte Wahlberechtigte nahm an dem Votum teil. Die vorgezogene Kommunalwahl wurde notwendig, nachdem der seit dem Jahr 2000 amtierenden Bürgermeister der sibirischen 1,5-Millionen-Metropole, Wladimir Gorodezki von Geeintes Russland, zu Jahresbeginn zum Vizegouverneur ernannt worden war sein Bürgermeisteramt deshalb niederlegen musste.

Die Opposition hatte alles daran gesetzt, den Putin-Kandidaten zu verhindern - und dafür sogar ihre Bewerber zugunsten des Kommunisten zurückgezogen. Unter ihnen war auch Ilja Ponomarew, eines der führenden Mitglieder der Protestbewegung gegen Putin vor dessen Wiederwahl in den Kreml im Jahr 2012. Der Linkspolitiker sorgt immer wieder für Furore. So war er der einzige Parlamentsabgeordnete, der Ende März gegen den Anschluss der Krim an Russland gestimmt hatte. Kurz darauf flog er aus seiner Partei Gerechtes Russland und aus der Staatsduma.




Schlagwörter

Russland, Nowosibirsk

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Dokument erstellt am 2014-04-07 18:20:03


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