• vom 16.12.2015, 17:37 Uhr

Weltpolitik

Update: 16.12.2015, 17:41 Uhr

Mittelamerika

Costa Rica bekommt die Google-Insel




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Von Gerald Jatzek

  • Der Internationale Gerichtshof beendet einen skurrilen Gebietsstreit.

Die Insel an der Grenze der beiden Staaten.

Die Insel an der Grenze der beiden Staaten.

Nach langem Streit mit dem benachbarten Nicaragua hat Costa Rica nun die Insel Calero zugesprochen bekommen. Nach dem Urteil des Internationalen Gerichtshofs vom Mittwoch kann Costa Rica nun das 151,6 km² große unbewohnte Eiland für sich beanspruchen.

Die Region im Grenzgebiet der beiden mittelamerikanischen Staaten ist seit dem frühen 19. Jahrhundert umstritten. Im Vertrag von Cañas–Jerez wurde 1858 der Grenzfluss Río San Juan in voller Breite Nicaragua zugeschlagen. Die Insel gehört seitdem zur costa-ricanischen Provinz Limón, was 1897 in einem Schiedsspruch bestätigt wurde.

Im November 2010 besetzte allerdings die nicaraguanische Armee das Eiland mit der Begründung, es würde in Google Maps als Teil Nicaraguas dargestellt. Google Maps änderte daraufhin seine Grenzziehung.

Nachdem sich die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) mit ihrer Unterstützung Costa Ricas nicht durchsetzen konnte, kam die Angelegenheit 2011 vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Dieser hat nun sein Urteil gefällt und Nicaragua dazu verurteilt, alle durch die Besatzung entstandenen Schäden wiedergutzumachen.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2015-12-16 17:38:50
Letzte Änderung am 2015-12-16 17:41:34


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